Als erste Universität in Deutschland führt die Ruhr-Universität Bochum (RUB) einen vollen Zweischichtbetrieb ein. Erstsemester sollen künftig wählen können, ob sie von acht bis 18 Uhr oder von 20 bis sechs Uhr studieren wollen.
"RUB@night" und "RUB@day" hat die Hochschule ihr neues Lehrprinzip getauft, mit dem sie auf die doppelten Abiturjahrgänge 2012/13 sowie auf unterschiedliche Lebensgewohnheiten Studierender reagieren will. Akademiker in spe, die sich für den Nachtbetrieb entscheiden, müssen übrigens nur die Hälfte der in NRW geltenden Studienbeiträge zahlen. Laut Uni-Sprecher Josef König rechnet die Uni stark damit, dass ihr Antrag auf weitere Landesmittel in Höhe von 30 Millionen Euro Gehör findet.
Gegen entsprechende Nachtzuschläge hätten sich bereits zahlreiche Professoren und Mitarbeiter zu nächtlichen Seminaren und Vorlesungen bereit erklärt. Ständige Verfügbarkeit in der Arbeitswelt sei inzwischen gang und gäbe und die Vollzeit-Uni, so sieht man das zumindest in Bochum, nur ein logischer Schritt. Der Probebetrieb beginnt am heutigen Donnerstag mit einer kleinen Kohorte in den Ostasienwissenschaften und der Soziologie.
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