Washington/Karlsruhe (dpa) - Karlsruher Forscher haben im brasilianischen Regenwald die primitivste lebende Ameise gefunden. Das Tier erschien ihnen so fremd, als stamme es von einem anderen Planeten.
Daher wählten sie den Namen Martialis heureka - etwa: "Hurra, ich habe die gefunden, die vom Mars stammt". Nach einem Gentest - die DNA dafür stammte aus dem rechten Vorderbein - wurde die neue Art in eine eigene Unterfamilie geordnet. Das blasse und blinde Insekt lebt unterirdisch und schnappt mit langen, pinzettenartigen Zangen nach der Beute.
Die Insektenkundler Christian Rabeling und Manfred Verhaagh berichten in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS", online vorab veröffentlicht) über ihren Fund.
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