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08. Dezember 2010

Der richtige Ton: Wer Akzente imitiert, lernt fremde Sprachen schneller

Typisch für seinen Akzent: Rudi Carell. Foto: dpa

Den Gesprächspartner demonstrativ nachzuahmen, kommt beim Gegenüber nicht gut an. Ansonsten aber fördert dezentes Nacheifern die Kommunikation, haben Forscher festgestellt: Menschen, die den Tonfall eines fingierten Dialekts nachahmten, lernten eine fremde Sprache deutlich schneller.

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Wer den Akzent des Gesprächspartners imitiert, versteht sein Gegenüber besser. Das haben Sprachforscher in einer Studie herausgefunden, in der sie Freiwillige mit einem vollständig ausgedachten niederländischen Dialekt konfrontierten. Ergebnis: Diejenigen, die die Anweisung bekamen, den Tonfall nachzuahmen, konnten einen anschließend gehörten Text deutlich besser verstehen als die anderen Probanden. Die Studie zeigt, dass das Nacheifern anderer die zwischenmenschliche Kommunikation stärkt und fördert, sagen die Wissenschaftler. Übertreiben sollte man dabei allerdings nicht: Wer den Akzent eines anderen zu demonstrativ nachahme, löse bei diesem schnell das Gefühl aus, er werde auf den Arm genommen, schreibt das Team um Patti Adank von der University of Manchester im Fachjournal "Psychological Science".

In Gesprächen mit anderen neigen Menschen dazu, ihr Gegenüber zu imitieren: Sie ahmen deren Körperhaltung, die Mimik, die Aussprache oder andere Eigenheiten nach. Dieses Verhalten signalisiert nicht nur die eigene Aufmerksamkeit für die Worte des Gesprächspartners, sondern steigert auch das Einfühlungsvermögen, haben bereits mehrere Studien gezeigt. Welche Wirkung das Nacheifern auf das Verständnis hat, war bisher allerdings unklar. Die Wissenschaftler wollten daher herausfinden, ob das Nachahmen eines unbekannten Akzents dabei hilft, den Gesprächspartner besser zu verstehen.(dapd)

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