Baden-Baden. Der Deutsche Lehrerverband hält das gute Abschneiden ostdeutscher Länder beim bundesweiten Pisa-Test für nicht überraschend. Die fünf neuen Länder hätten im Vergleich mit Westdeutschland kleinere Klassen zu bieten, sagte Verbandspräsident Josef Kraus am Dienstag im Südwestrundfunk (SWR).
Auch gebe es im Osten weniger sogenannte Risikoschüler, da dort weniger Migranten lebten. Diese Gruppe mit auffallend schlechten schulischen Leistungen sei erfahrungsgemäß unter Migrantenkindern besonders häufig.
Ostdeutschland habe bei diesem Pisa-Test zudem von einer jahrzehntelangen Tradition profitiert. Die Naturwissenschaft, auf die in dieser Studie der Schwerpunkt lag, werde in den neuen Ländern heute immer noch so stark gefördert wie zu Zeiten der DDR. Das Land Sachsen ist der große Sieger des neuen Pisa- Schulleistungstests. Das Bundesland erreicht in allen drei Disziplinen den ersten Platz.
Es verweist damit den bisherigen Sieger Bayern auf den zweiten Rang. Die Ergebnisse des Tests wurden heute offiziell in Berlin vorgestellt. Der Bundesländervergleich zeigt, dass die ostdeutschen Länder stark nach vorn drängen.
Sachsen und Bayern liegen in allen drei untersuchten Disziplinen - Naturwissenschaften, Mathematik sowie Lese- und Textverständnis - vorn. Das Schlusslicht bildet in allen drei Bereichen das Land Bremen. An der zusätzlichen deutschen Bundesländeruntersuchung zum internationalen Pisa-Test 2006 nahmen 5.7000 Schüler an 1.500 Schulen teil. (dpa)
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