Es dürfte mittlerweile wohl kaum mehr ein Geheimnis sein, dass Rauchen nicht gerade zu den gesündesten Beschäftigungen zählt. Auch wenn sich die Tabakindustrie anfänglich mit Händen und Füßen gegen diese Erkenntnis gewehrt hat, so kann sie mittlerweile doch als gesichert gelten.
Nun sollten erwachsene Menschen zwar selbst entscheiden, ob sie das Risiko von Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Lungenkrebs eingehen wollen oder nicht, und man sollte sie deswegen nicht bevormunden. Etwas anders sieht es aber mit dem Passivrauchen aus. Während Raucher ihren Qualm gewollt inhalieren, müssen die Umstehenden das unfreiwillig tun, wenn sie nicht aufhören wollen, zu atmen. Rund 600.000 von ihnen kostet dies weltweit jährlich das Leben, darunter etwa 165.000 Kinder unter 15 Jahren.
1. Die eigene Sucht erkennen
Als ersten Schritt sollte man sich sein Verhältnis zum Rauchen klar machen. Es gibt offensichtlich Gründe, warum Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Überlegen Sie sich, welche das sind.
Foto: dpaDeshalb haben viele Staaten in den letzten Jahren damit begonnen, das Rauchen an den unterschiedlichsten Orten zu verbieten. Mittlerweile ist genug Zeit vergangen, um nach dem Nutzen dieser Maßnahmen zu fragen. Und den scheint es tatsächlich zu geben, wenn man verschiedenen Studien glauben darf. So konnte erst kürzlich eine spanische Untersuchung zeigen, dass dort seit dem im Jahr 2006 eingeführten Rauchverbot die Gesamtrate an Herzinfarkten um 11 Prozent, die der tödlichen Infarkte sogar um 18 Prozent abnahm.
Doch nicht nur Erwachsene, auch Kinder scheinen von den rauchfreien Zonen zu profitieren. In England, wo das Rauchverbot im Sommer 2007 eingeführt wurde, beschäftigte sich eine Gruppe von Wissenschaftlern mit Kindern im Alter bis 14 Jahren und analysierte Daten der Jahre 2002 bis 2010. Vor dem Rauchverbot stieg die Rate von Kindern, die wegen eines Asthmaanfalls im Krankenhaus behandelt werden mussten, pro Jahr um durchschnittlich 2,2 Prozent, danach sank sie unmittelbar um 8,9 Prozent und dann jährlich um 3,4 Prozent.
Bereits vor ihrer Geburt profitieren Kinder vom Rauchverbot, wie eine aktuelle Studie aus Belgien nahe legt. Dort wurde das Verbot in mehreren Stufen eingeführt: zunächst im Jahr 2006 an öffentlichen Orten und den meisten Arbeitsplätzen, dann 2007 in Restaurants und schließlich 2010 in Bars, in denen Speisen serviert werden. Dabei zeigte sich, dass die Rate an Frühgeburten in der ersten Phase um 3,2 Prozent sank und nach der dritten Phase um 3,5 Prozent jährlich.
1. Verzichten Sie aufs Rauchen
Schätzungen zufolge ist jede dritte Krebserkrankung in Industrieländern auf Tabakkonsum zurückzuführen. Statistisch gesehen verliert jeder Raucher acht Jahres seines Lebens, im Extremfall sogar 20 Jahre. Die gute Nachricht: Fünf Jahre nach dem Rauchstopp hat sich das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, bereits halbiert.
Foto: dpaDas Thema stößt aktuell in der Wissenschaft auf großes Interesse. Da es hierzu bisher aber nur relativ kleine Studien gibt, plant eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Großbritannien und den Niederlanden nun, den Einfluss eines Rauchverbots auf die Gesundheit von Kindern umfassend zu untersuchen.
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