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Erbe der Apollo-Ära: Ein Stück Mond in Oberhausen

Gesteinsproben vom Mond sind ein wissenschaftlicher Schatz. Mit ihrer Hilfe gelang es, das Alter der Planeten und die Frühzeit des Sonnensystems zu erforschen. Nun ist ein Bruchstück des berühmten "Great Scott" in Oberhausen zu bewundern.

Das Gestein ist vulkanischen Ursprungs und erstarrte vor etwa 3,3 Milliarden Jahren auf der Mondoberfläche.
Das Gestein ist vulkanischen Ursprungs und erstarrte vor etwa 3,3 Milliarden Jahren auf der Mondoberfläche.
Foto: nasa

Dave Scott ist Kommandant der Apollo 15. Seine Mission bringt ihn und seine Crew im August 1971 auf den Mond. Bei einem Mond-Spaziergang sammelt er dort Gesteinsproben. Darunter ist ein Brocken, der neuneinhalb Kilogramm wiegt. Das Gestein ist vulkanischen Ursprungs und erstarrte vor etwa 3,3 Milliarden Jahren auf der Mondoberfläche.

Nun ist ein 92,5 Gramm schweres Bruchstück des wertvollen Steins, anlässlich der Ruhr 2010, in der Ausstellung "Sternstunden" im Gasometer Oberhausen zu bewundern. Apollo 12-Astronaut Alan Bean, brachte ihn aus dem Mondprobenlabor der Nasa in Houston mit.

Zu Ehren des wissenschaftlich engagierten Astronauten erhielt die Probe den Namen "Great Scott". Bei dem Stein handelt sich um einen Basalt. Ein eisen- und magnesiumreiches vulkanisches Gestein, wie es auch auf der Erde häufig vorkommt, zum Beispiel als Hauptbestandteil der Ozeanböden oder der Hawaii-Vulkane.

Wissenschaftliche Schätze

Die Reise zum Mond

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Fußabdrücke im Mondstaub

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Aber es gibt auch große Unterschiede zu irdischen Vulkangesteinen: So existieren auf der Erde fast keine vulkanischen Felsen, die mehr als drei Milliarden Jahre alt sind. Viele der Mondproben, die Dave Scott mitbrachte jedoch sind sogar über vier Milliarden Jahre alt und damit fast so alt wie die Erde und der Mond selbst.

Die sechs Apollo-Missionen brachten insgesamt 382 Kilogramm Mondsteine, Mondstaub und Bohrkerne zur Erde. Die wissenschaftliche Untersuchung dieser Proben revolutionierte die Planetenforschung: Damit konnte das Alter der Planeten und ihrer Monde auf etwa viereinhalb Milliarden Jahre bestimmt, und die Frühzeit des Sonnensystems erforscht werden.

Die Analysen zeigten, dass zunächst die Erde entstand, und sich der Mond nach der Kollision eines marsgroßen Körpers mit der Erde aus den Trümmern bildete. Anschließend durchlebten sowohl die Erde, als auch der Mond eine heiße Frühzeit mit einem tiefen, glühenden Magma-Ozean.

Deshalb stellen die Proben vom Mond einen wissenschaftlichen "Schatz" von enorm großer Bedeutung dar. Auch wenn ein Stück Mond nicht wirklich spektakulär aussieht: Es handelt sich um einige der wichtigsten "Beweisstücke" für die Erforschung unserer kosmischen Heimat. Sie sind das Wertvollste Erbe der Apollo-Ära. (viv)

Datum:  24 | 3 | 2010
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