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Nachrichten aus Wissenschaft und Bildung

26. Mai 2012

Ernährung in der Schule: Viel Fett und wenige Nährstoffe im Schulessen

 Von Katja Tichomirowa
Ob's schmeckt? Das Schulessen ist zumeist mangelhaft.  Foto: ddp

Das deutsche Schulessen ist mangelhaft. Aber warum ist das so? Wir zählen sieben Gründe auf, die das Problem erklären.

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Das deutsche Schulessen ist mangelhaft. Aber warum ist das so? Wir zählen sieben Gründe auf, die das Problem erklären.

Viel Fleisch, noch dazu möglichst preiswertes, wenig Gemüse, das Ganze verkocht und nicht selten auch noch unhygienisch. Das deutsche Schulessen erfüllt nach Erkenntnissen der Hochschule Niederrhein nicht die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DEG). Sie hat in den vergangenen Jahren Ergebnisse aus zahlreichen Studien zusammengetragen und festgestellt, dass das Angebot in 90 Prozent der getesteten Schulkantinen wenig appetitlich war.

Geprüft haben die Wissenschaftler der Uni in Mönchengladbach auch die Organisationsstrukturen, die Qualifikation des Personals sowie die Einhaltung der Qualitätsstandards und Hygienevorschriften. Und auch hier lautete das Fazit: 90 Prozent der Betriebe weisen Mängel auf.

Teilweise gravierende Defizite

Die Defizite hält der Ernährungswissenschaftler und Leiter der Arbeitsgemeinschaft „Schulverpflegung“ der Hochschule, Volker Peinelt, für „teilweise gravierend“. Dabei sind die Kriterien für ein gesundes Schulessen sattsam bekannt: Mindestens einmal in der Woche Fisch, fettarmes Fleisch, Vollkornprodukte, jeden Tag Gemüse, Obst und Salate, frisch zubereitete Mahlzeiten – und nach Möglichkeit ein vegetarisches Essen zur Auswahl.

Peinelts AG Schulverpflegung bietet deshalb seit dem Jahr 2007 den Kantinen und Zulieferern ein Zertifizierungsverfahren an, das die Vollwertigkeit, Abwechselungsbreite der Mahlzeiten, aber auch Hygiene, Arbeitsschutz und Ökologie prüft und begutachtet. Die erworbenen Zertifikate sind drei Jahre gültig.

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