Washington. Der Klimawandel ist nach einer jüngsten Studie internationaler Wissenschaftler kaum noch rückgängig zu machen - ganz gleich, wie stark die Welt den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) künftig begrenzt.
Danach werden die zu erwartenden Folgen des Treibhauseffekts - verheerende Langzeit-Dürren und ein drastischer Anstieg des Meeresspiegels - auch dann mehr als 1000 Jahre lang kaum zu reduzieren sein, wenn die CO2-Emissionen völlig gestoppt würden.
Die Studie wurde von einem Forschungsteam unter Leitung der US- Behörde für Ozeanographie und Atmosphäre (NOAA) erstellt und in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) veröffentlicht.
Den Forschern auch aus Frankreich und der Schweiz zufolge zeigen Untersuchungen, dass sich CO2 bei weitem länger auf einem Höchststand in der Atmosphäre hält als andere Treibhausgase, die sich relativ schnell verflüchtigten.
"Wir müssen bei diesem Stoff mehr an Atommüll denken als an sauren Regen", zitierte die "Washington Post" am Dienstag die Leiterin der Studie, Susan Solomon, von der NOAA. "Je mehr Zeit wir benötigen, um Entscheidungen über CO2 zu fällen, desto mehr unumkehrbaren Klimawandel zurren wir fest." (dpa)
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