Herzfehler bei Säuglingen werden häufig übersehen. Zwar besuchen fast alle Schwangeren eine Vorsorgeuntersuchung auf Organschäden, doch angeborene Fehler des Herzens werden oft nicht erkannt.
Dies ergab eine deutschlandweite Studie des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler. In dieser wurden drei Jahre lang alle Neugeborenen mit einer solchen Erkrankung erfasst. Ein Herzfehler ist die häufigste angeborene Krankheit bei Neugeborenen und kann bei einer verspäteten Diagnose zu gefährlichen Hirn- und Nierenschäden führen. „Deshalb ist die pränatale Diagnosestellung bei mittelschweren und schweren Herzfehlern von enormer Bedeutung für die Gesundheit des Kindes und für die Planung der Korrekturoperation“, so der Sprecher des Kompetenznetzes, Professor Hashim Abdul-Khaliq.
Experten wie Professor Felix Berger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie, fordern daher ein bundesweites Programm zur Früherkennung angeborener Herzfehler. Verbunden mit einer einheitlichen Fortbildung derjenigen, die die Diagnose stellen, könnte dies das frühe Erkennen der Krankheit und deren Therapie deutlich verbessern.
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