Das Ausschalten nur eines einzigen Gens verwandelt Mäuse in Mütter, die ihre Kinder links liegen lassen. Sie lecken und säugen ihre Jungen nicht mehr und holen sie auch nicht zurück, wenn sie aus dem Nest krabbeln. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Es blockierte bei Mäusemüttern das Gen ER-Alpha in einem kleinen, in Augennähe liegenden Gehirnareal. Die Mäuse zeigten daraufhin keinerlei mütterliche Fürsorge mehr und reagierten auch kaum noch auf sexuelle Avancen durch Männchen, berichten die Forscher im Fachmagazin PNAS. Schon seit längerem gebe es Hinweise über die Rolle des sogenannten präoptische Areals in der Nähe der Augen. Werde dieses verletzt, führe dies bei Männern häufig zu anormalem Sexualverhalten, bei Frauen zu gestörter mütterlicher Fürsorge. (dapd)
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