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Hamburger Uni-Streit: Die Präsidentin gibt auf

Am Ende war der öffentliche und interne Druck zu groß. Monika Auweter-Kurtz, Hamburgs Universitäts-Präsidentin, gibt auf. Unterstützer hatte sie so gut wie keine mehr.

Nach monatelangen Auseinandersetzungen gibt die umstrittene Hamburger Universitäts-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz ihr Amt auf.
Nach monatelangen Auseinandersetzungen gibt die umstrittene Hamburger Universitäts-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz ihr Amt auf.
Foto: dpa

Nach monatelangen Auseinandersetzungen gibt die umstrittene Hamburger Universitäts-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz ihr Amt auf. Sie unterschrieb am Freitag eine Auflösungsvereinbarung für ihren bis Ende 2012 laufenden Vertrag, teilte die Hamburger Wissenschaftsbehörde mit. Danach endet die Amtszeit von Auweter-Kurtz am 8. Juli. Über eine Nachfolge ist noch nicht entschieden.

Schon seit ihrer Berufung im November 2006 hatte die Expertin für Raketenantriebstechnik und Befürworterin von Studiengebühren in Hamburg einen schweren Stand. So wurde der Naturwissenschaftlerin eine zu große Nähe zur Rüstungsindustrie unterstellt, was ihr auch den Namen "Raketen-Moni" eintrug. Mit ihrem wirtschaftsnahen Kurs und großem Augenmerk auf das Einwerben von Drittmitteln erntete sie auch Lob, aber vor allem viel Kritik.

Nach und nach hatte sie die Unterstützung wichtiger universitärer Gruppen und Gremien verloren. So hatten unter anderem mehr als 120 Professoren ihre Abwahl gefordert. Vier der sechs Dekane hatten erklärt, nicht mehr mit der 58-jährigen Präsidentin zusammenarbeiten zu wollen. Dabei ging es sowohl um persönliche Unverträglichkeiten als auch um sachliche Differenzen über den Kurs der Universität und notwendige Reformen. Auch de mögliche Umzug der Hochschule aus dem Stadtteil Rotherbaum in die neue Hafen-City an Elbe brachte Streit. (dpa)

Datum:  3 | 7 | 2009
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