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31. Juli 2009

Hautkrebs: Solarien erst ab 18

Bald nicht mehr jugendfrei: Solarien werden von Experten kritisiert. Die Sonnenbänke sind für den Körper genauso gefährlich wie Zigaretten.  Foto: ddp

Die UV-Strahlung in Solarien gilt als krebserregend, das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Sonnenstudios. Bald wird man für ein künstliches Sonnenbad mindestens 18 Jahre alt sein müssen.

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Salzgitter. Die UV-Strahlung in Solarien wird nach neuesten Ergebnissen als krebserregend eingestuft. Deshalb warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vor Besuchen von Sonnenstudios und rät zudem zu einem vernünftigen Umgang mit der natürlichen Strahlung der Sonne.

Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sollten laut den Experten unbedingt einen Sonnenbrand vermeiden.

Der Solariumsbesuch ist für Kinder und Jugendliche sowieso bald gestorben. In Kürze tritt ein Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen in Kraft. Unter anderem ist danach die Nutzung von Solarien für unter 18-Jährige verboten

"Jedes Jahr erkranken rund 140.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Haut vergisst nichts", sagt BfS-Präsident Wolfram König. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hatte natürliche und künstliche Strahlung jüngst in die höchste Krebsrisikostufe eingeordnet.

Um das Risiko der Besucher von Sonnenstudios zu minimieren, hat es in der Bundesrepublik in der Vergangenheit verschiedene Maßnahmen gegeben. Eine durch das BfS vorgeschlagene, auf freiwilliger Basis stattfindende Zertifizierung der Solarien hat jedoch kaum Anklang gefunden. Unter den zertifizierten Studios haben sich bei einer stichprobenartigen Überprüfung von 100 Betrieben aber gravierende Mängel gezeigt. Nur vier Solarien hatten alle Anforderungen des Zertifikats erfüllt.

Mittlerweile ist ein Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen verabschiedet worden, es soll in Kürze in Kraft treten. Unter anderem ist danach die Nutzung von Solarien für unter 18-Jährige verboten.

Aufgrund dieser Erfahrung hat das Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit dem BfS die rechtlich verbindlichen Regelungen erarbeitet. Außer dem Solariumsverbot für Minderjährige ist nun beispielsweise eine Beratung im Vorfeld für jeden Solarienbenutzer Pflicht. Ein heller Hauttyp sollte ein Ausschlusskriterium für den Besuch einer Sonnenbank sein. Für dunkle Hauttypen muss ein individuell erarbeiteter Besonnungsplan mit Bestrahlungspausen aufgestellt werden. (mp/sm)

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