Die Stimmung schlecht, die Erwartungen hoch - so lässt sich die Atmosphäre kurz vor Beginn der Nationalen Bologna-Konferenz beschreiben. Bei dem Treffen sollen Bund, Länder, Hochschulen und Studierende die nächsten Schritte für eine Weiterentwicklung der neuen Studiengänge Bachelor und Master festlegen.
Darunter aber stellt sich jeder etwas anderes vor: Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will am Montag auf den von ihr bereits vorgeschlagenen "Qualitätspakt Lehre" sowie auf ein Finanzpaket zu sprechen kommen, das Studierenden den Wechsel des Studienortes innerhalb Europas erleichtern soll.
Bund und Länder sollen dafür 90 Millionen Euro aufbringen. Ob sich die Länder aber zu Finanzzusagen durchringen, ist angesichts jüngster Ankündigungen konservativer Politiker, in der Bildung ließe sich prima sparen, unsicher.
Nachholbedarf
Doch auch in strukturellen Fragen gibt es Doch auch in strukturellen Fragen gibt es Nachholbedarf:: Die Hochschulrektorenkonferenz will, dass die Unis autonom über den Umfang von Abschlussarbeiten, Dauer von Studiengängen und Zugangsvoraussetzungen zum Master bestimmen können.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wiederum fordert, dass sich Schavan für ein Bundeshochschulgesetz stark macht. Dieses soll die Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen sicherstellen und den freien Zugang zum Master regeln. (yg)
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