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10. September 2012

Hurrikans: Warum sich Hurrikans ähneln

 Von Kevin Schubert
So wie Hurrikan Rita aus dem Jahr 2005 sehen auf den ersten Blick alle Wirbelstürme aus. Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Auf Satellitenbildern sehen alle Hurrikans gleich aus. Zumindest auf den ersten Blick. Das hat mit der Corioliskraft zu tun - und damit, wie sich Hurrikans bilden.

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Auf Satellitenbildern sehen alle Hurrikans gleich aus. Zumindest auf den ersten Blick. Das hat mit der Corioliskraft zu tun - und damit, wie sich Hurrikans bilden.

Hurrikans sind ein gigantisches Naturereignis: Ihrer stürmischen Urgewalt hält nichts und niemand stand. Auch amerikanische Präsidentschaftskandidaten nicht. Erst Ende August sorgte Hurrikan "Isaac" dafür, dass die Republikaner um Spitzenkandidat Mitt Romney ihren Parteitag in Tampa verschieben mussten.

Auf "Isaac" folgten "Kirk", "Leslie" und "Michael". Aktuell entwickelt sich zwischen den Kapverdischen Inseln ein Tief zu Tropensturm "Nadine". "Nadine" wird bereits der 14. Tropensturm in der atlantischen Hurrikansaison 2012 sein. Und sehr wahrscheinlich nicht der letzte: Offiziell endet die Saison erst am 30. November.

Saisonübergreifend gemeinsam haben Hurrikans ihr Aussehen. Auf Satellitenbildern sieht der vergleichsweise harmlose "Isaac" dem Jahrhundertsturm "Katrina" verblüffend ähnlich: In der Mitte das Auge, umgeben von einem weißen Wolkenwirbel, der sich mit seinen Ausläufern über hunderte Kilometer erstreckt.

Hurrikans brauchen warme Gewässer

Die auffallende Ähnlichkeit habe damit zu tun, wie Hurrikans entstehen, sagte der Meteorologe John Knaff von der National Oceanic and Atmospheric Administration dem US-amerikanischem Technologie-Magazin Wired. Hurrikans seien eine Form der tropischen Wirbelstürme, ein rotierendes System aus Gewitterstürmen und heftigen Winden.

Wirbelstürme entstehen nur über Wasser mit einer Temperatur von mindestens 26,5 Grad. Wenn warme, feuchte Luft aufsteigt, entsteht ein Tiefdruckgebiet, das mehr warme Luft ansaugt. Die feuchte Luft kühlt ab, wenn sie aufsteigt und kondensiert zu Wolken. Die warme Luft steigt weiter zirkulierend auf und lässt die Wolken entgegen des Uhrzeigersinns rotieren.

Rotation entgegen des Uhrzeigersinns

In der Nordhalbkugel drehen sich Hurrikans immer gegen den Uhrzeigersinn, wohingegen es in der Südhalbkugel genau anders herum ist. Dort werden die tropischen Wirbelstürme allerdings meist als Zyklon (Indien) oder Taifun (westlicher Pazifik) bezeichnet. Der Grund für die immer gleich bleibende Rotation ist die Corioliskraft. Weil die Erde sich dreht, "rotieren die Winde in der nördlichen Hemisphäre entgegen des Uhrzeigersinns und in der südlichen Hemisphäre im Uhrzeigersinn", erklärte Knaff.

Hurrikans benötigen darüber hinaus eine ständige Zufuhr an warmem Wasser, weswegen sie sich ausschließlich in südlichen Breitengraden bilden. Wenn ein Wirbelsturm entstanden ist, gibt es nicht viel, was ihn stoppen kann. Verschiedene Windgeschwindigkeiten in unterschiedlichen Höhen, ein sogenannter vertikaler Scherwind, könnte den Sturm beenden, sagt der Meteorologe. Wenn der Hurrikan nordwärts ziehe, sei auch kaltes Wasser tödlich. Sobald er auf Land treffe, verliere er ebenfalls an Kraft.

Feine Unterschiede

Wenn Wissenschaftler Hurrikans per Satellit verfolgten, schreibt das Magazin Wired, schauten sie auf besondere Merkmale, die Hinweise auf die Stärke des Sturms lieferten. Stürme mit einem Auge seien beispielsweise stärker als solche ohne. Auch die Größe des Bogenlaufs helfe bei der Einschätzung: ein starker Sturm habe auch einen großen Bogen. Obwohl Hurrikans sich auf den ersten Blick sehr ähnlich sähen, sagte Knaff, "schauen sie für auf Satellitenbildern für ein trainiertes Auge unterschiedlich aus."

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