Genf. Nach monatelangen Reparaturarbeiten soll der größte Teilchenbeschleuniger der Welt am Samstag wieder anlaufen. Der Large-Hadron-Collider (LHC) solle in den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb genommen werden, teilte die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in der Schweiz am Freitag mit.
Mit dem Teilchenbeschleuniger an der französisch-schweizerischen Grenze sollen wissenschaftliche Rätsel zur Entstehung des Universums und Struktur der Materie gelöst werden. Er war vor 14 Monaten wegen schwerer Pannen kurz nach der Inbetriebnahme gleich wieder abgestellt worden.
Der LHC wurde am 10. September 2008 nach fast 20-jähriger Bauzeit und 3,9 Milliarden Euro Baukosten unter großer weltweiter Beachtung in Betrieb genommen. Die erste Panne ereignete sich bereits weniger als 48 Stunden nach Inbetriebnahme. Nach nur neun Tagen musste die Anlage wieder abgestellt werden, weil aus dem Kühlsystem Helium entwich. Auch an den Beschleunigungsmagneten entstanden Schäden.
Inzwischen wurden Sicherungsvorrichtungen eingebaut, die einen reibungslosen Betrieb gewährleisten sollen.
Um seine volle Leistungskraft zu erreichen, muss der LHC mehrere Jahre laufen. Dabei werden hochenergetische Teilchen in einer 27 Kilometer langen Ringröhre bis nahe an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um sie dann aufeinander prallen zu lassen. (afp)
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