Manche Menschen werden häufiger von Mücken gestochen als andere. Verantwortlich dafür sind Hautbakterien, die einen individuellen Körpergeruch erzeugen, berichten niederländische Biologen. Sie konnten zeigen, dass Malariamücken unterschiedlich stark angelockt werden. Das ist auf Geruchsstoffe zurückzuführen, die die Mikroben produzieren. Einige dieser leicht flüchtigen Substanzen ließen sich nutzen, um die Krankheitsüberträger in Fallen zu locken oder abzuschrecken, erklären die Forscher im Online-Journal Plos One.
Die Biologen von der Universität Wageningen erforschten die Haut von 48 Männern und überprüften, wer bevorzugt gestochen wurde. Dabei zeigte sich, dass Mikroben einiger Gattungen – darunter Staphylococcus, Leptotrichia und Delftia – den Insekten die Wirtssuche erleichtern. Sie produzieren aus Schweiß und anderen Substanzen Geruchsstoffe, die den Mücken als Wegweiser dienen. Dagegen bewirkte eine große Zahl an Bakterien der Gattungen Pseudomonas und Variovorax einen Schutzeffekt. Diese könnten anziehend wirkende Substanzen abbauen, deren Produktion verhindern oder selbst abstoßende Stoffe produzieren, vermuten die Forscher. (wsa)
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