Bogotá. Mit einem Programm für kulturelle Vielfalt will Kolumbien die mehr als 60 Ureinwohner-Sprachen des Landes vor dem Aussterben bewahren.
Der Sprachwissenschaftler Jon Landaburu, der das Programm für die Regierung in Bogotá leitet, forderte, dass die verschwindenden Sprachen in die Gesellschaft zurückgeholt werden müssten.
Kolumbien besitze mit 69 verschiedenen Sprachen aus 13 Sprachfamilien eine außergewöhnliche Vielfalt. Insbesondere die Sprachen der Ureinwohner seien ein "Schatz", sagte Landaburu.
Das Programm sieht neben einem Gesetzesvorhaben zur Sprachenvielfalt verschiedene Aktivitäten des Kulturministeriums vor.
Derzeit sind in Bogotá hunderte Vertreter verschiedener Urvölker zum ersten Fest der indigenen Sprachen des Landes versammelt. Die Veranstaltung bringt Sprecher der verschiedenen Dialekte zusammen, außerdem finden Ausstellungen und Vorführungen traditioneller Tänze und Musik statt. (afp)
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