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15. Oktober 2012

Krebs-Mythen: Ist es eigentlich wahr, dass ...?

Bei normaler Nutzung gibt es keine Hinweise, dass Mobilfunk zu Krebs führt. Foto: dapd

Über Krebs kursieren Aussagen, die schlicht falsch sind. Ein kleines Brevier der häufigsten Mythen – und dazu das Wissen von heute.

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So fangen viele Fragen zum Thema Krebs an. Denn über die Krankheit kursieren Aussagen, die schlicht falsch sind. Ein kleines Brevier der häufigsten Mythen – und dazu das Wissen von heute.

Krebs ist ansteckend: Wer mit Tumorpatienten zu tun hat, muss sich nicht vor Ansteckung fürchten. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine Infektionsgefahr. Allerdings kennt man bestimmte Viren, die Krankheiten auslösen, welche später zu einem Tumor führen können. Dazu gehören zum Beispiel die Humanen Papillomviren. Sie werden beim Geschlechtsverkehr übertragen und erhöhen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs.

Stress verursacht Krebs: Bluthochdruck, Herzinfarkt, Magengeschwüre – dass dauernde Anspannung zu diesen Krankheiten führen kann, ist unstrittig. Ein erhöhtes Krebsrisiko durch Stress ist jedoch nicht erwiesen. Möglich ist jedoch ein indirekter Zusammenhang. Wer permanent unter Strom steht, schwächt damit sein Immunsystem. Oft kommt eine unausgewogene Ernährung hinzu, wenig Schlaf, Alkohol und Nikotin. All das kann Krebs begünstigen.

Im Alter wächst Krebs kaum noch: Wie aggressiv ein Krebs ist, hängt von seinen Eigenschaften ab und nicht vom Alter des Betroffenen. Bei Brustkrebs, Darmkrebs und anderen Tumoren gibt es schnell und langsam wachsende Varianten. Eine Ausnahme ist Prostatakrebs, wenn er jenseits des 60. Lebensjahres auftritt: Solche Tumoren, das zeigen viele Langzeitstudien, entwickeln sich sehr gemächlich.

Mobilfunk führt zu Krebs: Seit Jahren der gleiche Rhythmus. Auf alarmierende Studien folgen Untersuchungen, die keinen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Krebs sehen. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass von Funkmasten keine Krebsgefahr ausgeht. Allerdings scheint vom Dauertelefonieren eine gewisse Gefahr auszugehen: Wer ständig das Handy am Ohr hat, erhöht damit möglicherweise sein Risiko für einen Hirntumor. Bei normaler Nutzung gibt es keine entsprechenden Hinweise.

Großer Busen, hohes Krebsrisiko: Dafür gibt keinen Beweis. An der Körbchengröße liegt es jedenfalls nicht, dass Japanerinnen seltener an Brustkrebs erkranken als zum Beispiel Amerikanerinnen. Denn wenn die Asiatinnen in die USA emigrieren, sind sie binnen einiger Jahre ebenso gefährdet wie einheimische Frauen. Es muss also andere Gründe für das höhere Risiko geben, etwa die Ernährung. Allerdings ist die Früherkennung bei großen Brüsten oft schwieriger. Kleine Karzinome fallen beim Abtasten oder Durchleuchten nicht so leicht auf, vor allem, wenn das Brustgewebe sehr dicht ist. (lb.)

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