Erlangen. Die häufig hohen Konzentrationen des radioaktiven Gases Radon in Innenräumen stellen nach Erkenntnissen von Erlanger Umweltmedizinern ein größeres Lungenkrebsrisiko dar als bisher angenommen.
Etwa fünf Prozent aller Lungenkrebs-Todesfälle in Deutschland gehen nach ihren Erkenntnissen auf das Konto einer erhöhten Radon-Belastung, berichteten die Forscher in einem Beitrag in der neuesten Ausgabe des "Deutschen Ärzteblatts" (11/2010).
Dies entspräche 1896 Todesfällen im Jahr, erläuterten die Forscher nach einer Auswertung weltweiter Studien zur Radon-Belastung. "Radon ist damit nach dem Zigarettenrauchen die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebserkrankungen", betonten die Wissenschaftler. (dpa)
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