Die Frau maß nur einen Meter. Kopf und Gehirn waren klein. Die Füße dagegen groß – geradezu plump. Die Knochen, die Forscher im Jahr 2003 auf der Insel Flores in Indonesien fanden, gehörten zu einer bisher unbekannten Gattung des Menschen. Sie nannten sie Homo floresiensis. Spitzname: Hobbit, denn der neue Verwandte erinnerte die Wissenschaftler an die Figuren in Tolkiens „Herr der Ringe“.
Eine Anthropologin, die sich auf die Visualisierung von Gesichtern spezialisiert hat, zeigt nun, wie der „Hobbit“ wirklich ausgesehen haben könnte. Auf einer Archäologen-Konferenz, die derzeit in Australien stattfindet, präsentierte Susan Hayes von der australischen University of Wollongong ihre 3-D Bilder. „Sie war nicht das, was wir hübsch nennen würden, aber sie ist auf jeden Fall markant ”, sagte Susan Hayes.
Ungewöhnlich kleines Gehirn
Bei dem Skelett handelte es sich um eine Frau, die vor ungefähr 18. 000 Jahren gelebt haben soll. Ihr Gebiss weist darauf hin, dass sie zum Zeitpunkt ihres Todes um die 30 Jahre alt war. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass ihre Spezies vom Homo erectus abstammt. Dieser war um diese Zeit aber schon ausgestorben. Andere gehen davon aus, dass es sich doch um einen Homo sapiens gehandelt haben müsse. Das ungewöhnlich kleine Gehirn und der gedrungene Körper seien auf eine Krankheit oder einen Mangel an Nährstoffen zurückzuführen.
Einheimische der Insel, auf der die Knochen gefunden worden, berichten von Erzählungen ihrer Ahnen über die Ebu Gogo. Diese seien winzig klein wie Kinder gewesen, hatten lange Arme und einen runden Trommelbauch.
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