Aktuell: Fußball-EM 2016 | Brexit | HIV und Aids | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Wissen
Nachrichten aus Wissenschaft und Bildung

11. Dezember 2012

Menschengattung: Wie der Hobbit ausgesehen hat

 Von Alice Ahlers
Die Anthopologin Susan Hayes hat das Gesicht einer Frau rekonstruiert, die vor 18.000 Jahren gelebt hat.  Foto: University of Wollongong

Forscher haben einer neuen, bisher unbekannten Gattung des Menschen den Spitznamen Hobbit gegeben. Ein Anthropologin gibt ihr nun ein Gesicht.

Drucken per Mail

Die Frau maß nur einen Meter. Kopf und Gehirn waren klein. Die Füße dagegen groß – geradezu plump.  Die Knochen, die Forscher im Jahr 2003 auf der Insel Flores in Indonesien fanden, gehörten zu einer bisher unbekannten Gattung des Menschen. Sie nannten sie Homo floresiensis. Spitzname: Hobbit, denn der neue Verwandte erinnerte die Wissenschaftler an die Figuren in Tolkiens „Herr der Ringe“.

Eine Anthropologin, die sich auf die Visualisierung von Gesichtern spezialisiert hat, zeigt nun, wie der „Hobbit“ wirklich ausgesehen haben könnte. Auf einer Archäologen-Konferenz, die derzeit in Australien stattfindet,  präsentierte Susan Hayes von der australischen University of Wollongong ihre 3-D Bilder.  „Sie war nicht das, was wir hübsch nennen würden, aber sie ist auf jeden Fall markant ”, sagte Susan Hayes.

Ungewöhnlich kleines Gehirn

Bei dem Skelett handelte es sich um eine Frau, die vor ungefähr 18. 000 Jahren gelebt haben soll. Ihr Gebiss weist darauf hin, dass sie zum Zeitpunkt ihres Todes um die 30 Jahre alt war. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass ihre Spezies vom Homo erectus abstammt. Dieser war um diese Zeit aber schon ausgestorben. Andere gehen davon aus, dass es sich doch um einen Homo sapiens gehandelt haben müsse. Das ungewöhnlich kleine Gehirn und der gedrungene Körper seien auf eine Krankheit oder einen Mangel an Nährstoffen zurückzuführen.  

Einheimische der Insel, auf der die Knochen gefunden worden, berichten von Erzählungen ihrer Ahnen über die Ebu Gogo. Diese seien winzig klein wie Kinder gewesen, hatten lange Arme und einen runden Trommelbauch.

[ Lesen Sie jetzt das EM-Spezial der FR - digital oder gedruckt sechs Wochen lang ab 27,30 Euro. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung.

Gesundheitsgefahr

Pflanzengift in Kräutertee nachgewiesen

Als gesundheitlich bedenklich wurden bei einer Laboranalyse vier von sechs Pfefferminz- und Kräutertees eingestuft.

Bei einer Laboranalyse im Auftrag des NDR wurden in einer Stichprobe in vier von sechs Pfefferminz- und Kräutertees sogenannte Pyrrolizidinalkaloide entdeckt. Diese sollen krebserregend sein und auch Leberschäden verursachen.  Mehr...

Nordsee und Ostsee

Plastikmüll in Speisefischen

Auch der Kabeljau gehört zu den belasteten Arten.

Wissenschaftler finden in Speisefischen aus der Nord- und Ostsee Reste von Plastikmüll. Für Fischkonsumenten hat das nach Angaben des Studienleiters "wahrscheinlich keinerlei Auswirkungen". Mehr...

Videonachrichten Wissen
Schutz der Ozonschicht
Das Nasa-Satellitenfoto dokumentiert die Größe des Ozonlochs über der Arktis im Winter 1999/2000. Je dunkler das Blau, desto dünner die Ozonschicht.

Was ist Ozon? Wofür ist Ozon wichtig? Und wie groß ist derzeit das Ozonloch? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es hier.

Anzeige

Spezial
Kindermund tut Wahrheit kund (FR vom 22. November 2011)

Zeichen für den Klimawandel: Erderwärmung, saure Meere, Treibhauseffekt, Ozonloch, Wetterkapriolen und Naturkatastrophen.

Quiz

Wie tief erwärmen sich die Meere - welche Tierart hat nichts zu fressen durch Treibhausgase? Testen Sie Ihr Wissen im FR-Quiz.