Hamburg. Ein tropischer Wirbelsturm über dem Indischen Ozean und südlich des Äquators wird Zyklon genannt. Die Bezeichnung geht auf das griechische Wort kiklónas zurück und bedeutet "der Rotierende".
Ein Zyklon entsteht, wenn das Oberflächenwasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Das geschieht nur in den Tropen.
Die tropischen Wirbelstürme können einen Durchmesser von 500 bis zu 1000 Kilometern erreichen. In ihrem Mittelpunkt, dem bis zu 40 Kilometer großen Auge, herrscht Windstille. Im inneren Ringbereich können dagegen Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Die Vorwärtsbewegung des gesamten Gebildes ist aber sehr viel langsamer.
So lange der Wirbel über das Meer zieht, ist seine Kraft ungebrochen. Über dem Festland fällt er schnell in sich zusammen, weil der Nachschub an verdunstendem Wasser fehlt. Gefahr für Menschen entsteht nicht nur durch den Sturm selbst, sondern oft auch durch eine Flutwelle, die er vor sich hertreibt, und durch starke Regenfälle.
Die tropischen Wirbelstürme werden je nach Windgeschwindigkeit auf einer Skala zwischen 1 (119 bis 153 Stundenkilometer) und 5 (schneller als 249 Stundenkilometer) eingereiht. Zyklone der höchsten Stufe sind sehr gefährlich. Sie zerstören selbst fest gemauerte Gebäude. (dpa)
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