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12. September 2012

Neue Affenart: Gerade entdeckt, schon gefährdet

So sehen neu entdeckte Affenarten aus. Die wissenschaftliche Bezeichnung für das Tier: Cercopithecus lomamiensis.  Foto: dpa

Lesula ist die erste Affenart seit vielen Jahren, die auf dem afrikanischen Kontinent entdeckt wurde. Die Meerkatzen sind von Buschfleisch-Jägern bedroht. Forscher wollen sie daher auf der Roten Liste bedrohter Arten als "gefährdet" einstufen.

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Eine neue Affenart haben Forscher in der Demokratischen Republik Kongo entdeckt: Die Tiere sind bis zu 65 Zentimeter groß. Eine grau-blonde Mähne umrahmt das blasse Gesicht. Damit sei nach vielen Jahren erstmals wieder eine neue Art afrikanischer Affen gefunden worden, berichten die Entdecker. Die US-amerikanischen Biologen stellen die neue Spezies in der Fachzeitschrift „Plos One“ vor.

Die Affen gehören zu den Meerkatzen-Artigen, die in der freien Natur nur in Afrika südlich der Sahara vorkommen. Die Forscher gaben der Art den Namen Cercopithecus lomamiensis, weil sie im Lomami-Becken gefunden wurde.

Einheimische nennen das Tier "Lesula"

Affen der Art Cercopithecus lomamiensis werden bis zu 65 Zentimeter groß.
Affen der Art Cercopithecus lomamiensis werden bis zu 65 Zentimeter groß.
 Foto: dpa

Die Affenart wurde zufällig entdeckt, schreiben die Biologen: Im Juni 2007 waren sie im Kongo unterwegs und sahen im Haus eines Grundschul-Direktors ein junges Weibchen einer ihnen unbekannten Art. „Der Schulleiter bezeichnete das Tier als 'Lesula'. Diesen einheimischen Namen hatten wir noch nie zuvor gehört“, schreibt das Team um John A. Hart von der kongolesischen Lukuru Wildlife Research Foundation (Kinshasa) und dem Yale Peabody Museum of Natural History (New Haven). Im Dezember 2007 sahen sie dann das erste Tier dieser Art in der freien Natur.

Die Affen werden nach Angaben der Forscher durch die unkontrollierte Buschfleischjagd bedroht. Sie sollten daher auf der Roten Liste bedrohter Arten als „gefährdet“ eingestuft werden. (dpa)

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