Washington. Sein Großvater, der legendäre Meeresforscher Jacques Cousteau, wäre entsetzt gewesen: Was Philippe Cousteau Jr. bei einem Tauchtrip im Golf von Mexiko zu Gesicht bekam, beschrieb er schlicht als "absoluten Albtraum". "Da gibt es ein Gemisch aus Öl und chemischen Zersetzungsmitteln", sagte der Enkel des verstorbenen französischen Forschers dem Sender CNN.
Wie befürchtet konzentriere sich diese "giftige Suppe" nicht nur an der Wasseroberfläche - selbst in mehreren Metern Tiefe seien Wolken von immer kleineren Partikeln um ihn "herumgewabert". Die Lage im Golf von Mexiko sei "sehr, sehr alarmierend", sagte er.
Cousteau und sein Team bereiteten ihren Tauchgang drei Wochen lang vor und trugen bei dem Trip schwere Tauchanzüge und Helme. "Unter Wasser diese Ölpest zu sehen und zu wissen, dass sich die Vergiftung über hunderte Meilen ausbreitet, war eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens", schrieb Cousteau in seinem Internet-Blog.
"Würden mein Vater und mein Großvater noch leben, hätten sie das auch getan und wären ebenso schockiert gewesen wie ich." Zum Versuch des Ölkonzerns BP, das lecke Bohrloch nun mit einer Art Schlammkanone zu verschließen, schrieb er: "Auch wenn es ihnen morgen gelingen sollte, den Ölfluss zu stoppen, wird sich das bereits ausgetretene Öl noch weiter verbreiten." Er könne nur hoffen, dass die Lektion aus der Katastrophe angekommen sei. (afp)
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