Cambridge. Venus und Merkur bieten zu Ostern ein seltenes Schauspiel am Abendhimmel. Die Planeten leuchten in den nächsten Tagen kurz nach Sonnenuntergang dicht nebeneinander tief im Westen.
So biete sich die seltene Gelegenheit, den sonnennächsten Planeten Merkur mit bloßem Auge zu beobachten, schreibt das Fachblatt "Sky and Telescope". Merkur wird sonst fast immer von der Sonne überstrahlt. "Der Merkur ist die meiste Zeit kaum zu entdecken, eine Menge Menschen haben ihn noch nie gesehen", erläuterte Alan MacRobert vom Fachblatt "Sky and Telescope". Die Chance, das Planetenpaar zu beobachten, solle man sich nicht entgehen lassen.
Zu sehen sind die Planeten bis zum 10. April etwa 30 bis 60 Minuten nach Sonnenuntergang, der Merkur steht auf der rechten Seite seiner "Planetenschwester" tief am Westhorizont. Obwohl sie mit mehr als 230 Millionen Kilometern eineinhalb Mal so weit weg ist wie der Merkur, leuchtet die Venus heller: Sie ist größer, ihre weißen Wolken reflektieren mehr Licht als das dunkle Gestein des Merkur und der Erde ist ein größerer Teil ihrer Sonnenseite zugewandt. Voraussetzung für die Beobachtung ist allerdings ein klarer Himmel - zumindest Richtung Westen. Zu Ostern droht nach Prognose der Meteorologen typisches Aprilwetter. (dpa)
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