Die Erwärmung der Meere durch den Klimawandel, Überfischung sowie Veränderungen der natürlichen Lebensräume würden Quallenblüten fördern, hieß es. Eine multinationale Studie zeigt nun, dass diese Warnungen offenbar übertrieben sind. Die Quallenpopulationen befinden sich in einem ganz normalen Auf und Ab, berichten Meeresforscher um Robert Condon vom Dauphin Island Sea Laboratory im US-Bundesstaat Alabama, nachdem sie alle verfügbaren Langzeitdaten über Quallenbestände weltweit analysiert haben.
Wie das Team herausfand, schwankt die Zahl der Quallen in den Weltmeeren in einem Zehn-Jahres-Rhythmus. Das jüngste Hoch währte von 1993 bis 2004 und führte offenbar zu der verbreiteten Annahme, dass sich Quallenblüten häufen. Wie die Forscher im Fachmagazin PNAS schreiben, gab es jedoch auch in den 50er- und 70er-Jahren schon einmal auffällig viele Quallenblüten. Dennoch mahnt das Team, die Quallenbestände weiter genau zu beobachten. Sollten sich die bizarren Meeresbewohner infolge der Erderwärmung nun doch stärker vermehren, droht allerhand Ärger: Sie setzen sich in Fischernetzen fest, verstopfen Kühlwasserrohre von Kraftwerken und können einen Urlaub am Meer vermiesen.
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