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Raumfahrt: Galaktisch entspannen in der Cupola

Wenn die Raumfähre "Endeavour" ins All abhebt, bringt sie überlebenswichtige Technik an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Kernstück ist die neue "Cupola" - ein Enstpannungsort für Astronauten.

Ruheraum: Die Cupola soll als Ort der Entspannung dienen.
Ruheraum: Die "Cupola" soll als Ort der Entspannung dienen.
Foto: ESA

Der Start der Raumfähre "Endeavour" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral am 8. Februar 2010 um 10.14 Uhr mitteleuropäischer Zeit markiert den Anfang vom Ende der in die Jahre gekommenen Nasa-Flotte. Bevor die Ära der legendären amerikanischen Shuttles endet, bringt die "Endeavour" noch wichtige Technik an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Nach einer erfolgreichen Montage wird diese dann zu neunzig Prozent fertig gestellt sein.

Kernstück der Weltraumlieferung ist die neue "Cupola" (Kuppel), ein Aussichtsrondell für Astronauten. Die Cupola dient zunächst zu Beobachtungszwecken, zwei Besatzungsmitglieder sollen dort gleichzeitig Platz finden. Sehr gemütlich wird es aber eher nicht. Mit einer Höhe von 1,50 und einem Durchmesser von 2,95 Meter bietet die Kuppel nur enge Verhältnisse - dafür aber sieben Fenster. Der Blick auf die Erde aus rund 350 Kilometern Entfernung wird die Astronauten wohl dafür entschädigen. Die Kuppel soll den Astronauten als Ort der Entspannung dienen - abgesehen von Arbeiten mit einem Roboterarm, der aus Platzgründen auch in der Kuppel untergebracht ist.

Ein weiteres Modul, das die sechs Astronauten der "Endeavour" zur ISS transportieren, ist das Bauteil "Tranquility". Es beinhaltet moderne Lebenserhaltungssysteme zur Wasseraufbereitung, Sauerstoffproduktion, Filtern der Atemluft und der Kontrolle der Atmosphäre an Bord. Tranquility kann außerdem Kommando-, Strom-, Temperatur- und Umweltdaten erfassen und verarbeiten.

Nach ihrer dreizehntägigen Mission soll die "Endeavour" auf der Erde zurückkehren. Danach sind nur noch vier Shuttle-Flüge geplant, der Abschiedsflug voraussichtlich im September. Kritikern gilt die Technik der Nasa-Raumfahrtflotte als veraltet. Ein Teil der Technik stammt noch aus den 1960er Jahren. Startverzögerungen der drei Fähren "Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" sind eher die Regel als die Ausnahme.

Start der "Endeavour"

Bildergalerie ( 5 Bilder )

Nach dem Abschied von der Nasa-Flotte kann die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus-Kapseln angeflogen werden. Die sind allerdings auch in den 1960er Jahren entwickelt worden.

Autor:  Florian Leclerc
Datum:  8 | 2 | 2010
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