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12. September 2012

Sex: Sexuelle Erregung verhindert Ekel

Speichel, Sperma, Schweiß - bei sexueller Erregung finden Frauen das nicht ganz so eklig. Foto: dpa

Speichel, Sperma, Schweiß - Sex kann schmutzig sein und Ekel auslösen. Dank einer biologischen Lösung lassen sich Frauen trotzdem verführen. Sexuelle Erregung senkt einer Studie zufolge die Ekelschwelle.

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Sexuell erregte Frauen ekeln sich weniger als solche mit kühlem Kopf. Niederländische Forscher testeten insgesamt 90 junge Frauen und fanden heraus: Die Teilnehmerinnen, die einen „frauenfreundlichen Softporno“ gesehen hatten, stuften sich selbst als weniger geekelt ein und erledigten in einer Studie mehr abstoßende Aufgaben als andere. Die Frauen, die nur einen lustigen Sportfilm oder einen neutralen Film gesehen hatten, waren den Wissenschaftlern zufolge schneller und häufiger geekelt. Das Team um Charmaine Borg von der Universität Groningen veröffentlichte seine Ergebnisse im Fachblatt „Plos One“.

"Sex kann schmutzig sein"

„Sex kann schmutzig sein, aber die meisten Menschen scheint das nicht zu stören“, schreiben die Autoren in der Studie. Dabei seien Liebesspiel und Ekel beide evolutionär von hoher Bedeutung - aber dennoch völlig gegensätzlich assoziiert. Und das, obwohl erotische Mitbringsel wie Speichel, Schweiß, Sperma und Körpergeruch zu den stärksten Ekel-Auslösern gehörten.

Die Forscher teilten die 90 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren in drei gleichgroße Gruppen auf. Diejenigen, die den Softporno gesehen hatten, bewerteten vor allem die Ekel-Aufgaben, die irgendetwas mit Sex zu tun hatten, als weniger abstoßend als die anderen Teilnehmerinnen. Sie erledigten mit 89,33 Prozent auch die meisten der Aufgaben, während die positiv erregte Gruppe im Schnitt nur 65,33 Prozent und die neutrale 74,01 Prozent der Tests schafften.

Wirkung auf Männer ähnlich

Die Studie zeige, dass die Auswirkung der sexuellen Erregung auf Ekelgefühle enorm wichtig sei, um ein vergnügliches Liebesspiel zu ermöglichen, schreiben die Forscher. Ältere Untersuchungen hätten schon belegt, dass sich Erregung auf Männer ganz ähnlich auswirke. (dpa)

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