Paris. Vom europäischen Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guayana sollen in diesem Jahr bis zu acht Ariane-5-Raketen ins All starten. Zum ersten Mal in der Geschichte werde von einer Startrampe im südamerikanischen Dschungel eine russische Sojus-Rakete abheben.
Das sagte Arianespace-Chef Jean-Yves Le Gall in Paris. Die von Russland gekauften Flugkörper sollen dem Unternehmen in den nächsten Jahren beim Satellitentransportgeschäft Hilfestellung leisten.
Zu Beginn des neuen Jahres sitzt der weltgrößte Anbieter kommerzieller Satellitentransportsysteme nach eigenen Angaben auf so gut gefüllten Auftragsbüchern wie nie zuvor. Allein 27 Transporte geostationärer Satelliten seien fest bestellt, sagte Le Gall. Die Entwicklung der neuen europäischen Trägerrakete Vega, die künftig kleinere Satelliten in den Weltraum bringen soll, werde Ende 2009 abgeschlossen. Sie soll 2010 erstmals abheben.
Für die nahe Zukunft erwartet Arianespace erst einmal weniger Erfolgsmeldungen über neue Kunden. Wegen der Wirtschaftskrise sei bereits 2008 die Zahl der neuen Aufträge von 25 im Jahr 2007 auf 18 gesunken, sagte Le Gall. Das Durchschnittsgewicht von Satelliten werde reduziert. Zudem sei es für potenzielle Kunden schwieriger geworden, Kredite für neue Projekte zu erhalten. Mehrere hätten ihre Vorhaben auf Eis gelegt. "Die wichtigsten Satellitenbetreiber sind allerdings nicht betroffen", betonte der Arianespace-Chef. (dpa)
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