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25. Juli 2012

Sommer 2012: Hitze macht großzügig

 Von Alice Ahlers
Es ist Sommer, auch am Hamburger Elbstrand. Foto: dpa

Endlich ist er da, der ersehnte Sommer 2012. Das heiße Wetter lässt uns nicht nur schwitzen, sondern wirkt sich auch auf unser Verhalten aus. Wir geben zum Beispiel mehr Trinkgeld.

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Heute werden wir zu Südländern. Die Sonne knallt und der Himmel ist so blau wie das Mittelmeer. Das hat Auswirkungen auf das Verhalten. Der Sommer macht Menschen nämlich unpünktlich, dafür aber großzügiger. 

Der US-Psychologe Roland E. Mueser notierte sich über drei Monate, wann die 8000 Ingenieure eines Forschungslabors bei der Arbeit eintrafen. Er stellte fest, dass sie nicht etwa bei schlechtem Wetter später aus dem Bett kamen. Es war umgekehrt: Umso heller das Morgenlicht, desto unpünktlicher wurden sie.

Wer dagegen heute ordentlich Geld verdienen will, sollte noch schnell in einem Biergarten als Kellner anheuern. Bei schönem Wetter geben die Besucher nämlich mehr Trinkgeld. Der Psychologen Bruce Rind von der Universität Philadelphia nutzte ein düsteres Casino-Hotel um das zu beweisen.

Da die Scheiben so verdunkelt waren, erkundigten sich die Gäste jeden Tag beim Kellner nach dem Wetter. Für das Experiment zog der Angestellte jeden Morgen eine Karte von einen Stapel, auf der entweder „sonnig“ oder „kalt“ stand. Nur diese Information gab der Kellner an die Fragenden weiter. Die Studie zeigte: Schon beim Glauben an schönes Wetter gaben die Gäste ihm ein höheres Trinkgeld.

Rachsüchtig bei hohen Temperaturen

Wer alte Feindschaften hegt, sollte sich ein wenig vorsichtiger in den Sommer stürzen. Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass die Hitze rachsüchtig macht.

Richard Larrick von der Fuqua School of Business zeigten in einer Studie, dass Sportler bei höheren Temperaturen eher Vergeltung an ihren Mitspielern übten.  Er sah sich über 50.000 Baseballspiele an und analysierte, wie oft ein Werfer den Baseball absichtlich auf den Kopf eines gegnerischen Spielers zielte. Meist ist dies ein Zeichen für Rache oder pure Wut. In den USA nennt man es  „Beanball“. Lagen die Temperaturen bei etwa 10 Grad, war die Wahrscheinlichkeit eines solchen Angriffs bei 22 Prozent. Mit höheren Temperaturen bis zu 30 Grad, stieg die Zahl.

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