Frankfurt/Main. Einen nur 11,4 Millimeter großen Frosch haben Wissenschaftler in den südamerikanischen Anden entdeckt. "Noblella pygmaea" passe bequem auf eine Fingerkuppe, teilte das Forschungsinstitut Senckenberg am Montag in Frankfurt mit.
Vorgestellt wurde der Winzling in der Zeitschrift "Copeia" (Jg. 2009, S. 148) von Edgar Lehr, Reptilienforscher an den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden, und seinem US-Kollegen Alessandro Catenazzi von der California University in Berkeley (USA). Die beiden Forscher hatten "Noblella pygmaea" mit Hilfe von Einheimischen im Hochland des Manu National Parks im Südosten Perus entdeckt.
Der Mini-Frosch sei eines der kleinsten Wirbeltiere, die jemals in einer Höhe von mehr als 3000 Metern entdeckt wurden, teilte Senckenberg mit. Er lebt auf einer Höhe zwischen 3025 und 3190 Metern in den Nebelwäldern, Buschlandschaften und auf Weideland. Die Weibchen legen jeweils nur zwei Eier mit einem Durchmesser von rund vier Millimetern.
Im Gegensatz zu den meisten Amphibienarten werden die Eier im feuchten Laub oder unter Moosen abgelegt, wo der Mutterfrosch sie vor Insekten schützt. Ungewöhnlich ist, dass die Embryonen das Kaulquappenstadium überspringen und unmittelbar nach dem Schlüpfen ausschließlich ein Leben an Land führen. (dpa)
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