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23. Juli 2012

Steigende Temperaturen: Ältere Menschen sind anfällig für Wetterfühligkeit

Hohe Temperaturen setzen vor allem Älteren zu.  Foto: dpa

Wetterwechsel und Temperaturschwankungen machen vor allem älteren Menschen und Frauen in den Wechseljahren zu schaffen. Experten raten von größeren körperlichen Anstrengungen ab.

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Berlin –  

Vor allem Frauen in der Menopause und ältere Menschen leiden an Wetterfühligkeit. „Der Kreislauf von Älteren kann sich nicht so schnell an veränderte Umweltbedingungen, die bei Wetterwechseln eintreten, anpassen“, sagte der Physiologe Hanns-Christian Gunga von der Berliner Charité im dapd-Interview.

Aber auch junge Menschen könnten an Wetterfühligkeit leiden, fügte der Experte hinzu. Starke Temperaturschwankungen und Luftdruckwechsel führten zu Erschöpfung, Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und sogar Gereiztheit, sagte Gunga.

Wenn die Temperatur nachts die 20-Grad-Marke nicht unterschreite, habe der Körper kaum Möglichkeiten, sich auszuruhen, was wiederum ein Erschöpfungsgefühl am Tage zur Folge habe und die körperliche Belastbarkeit einschränke, erklärte der Experte. Wenig Schlaf und Ermattungsgefühle könnten auch zur Ausschüttung von Stresshormonen führen. Stress wiederum begünstige zum Beispiel das Entstehen von rheumatischen Entzündungen.

Insbesondere die ersten zwei Tage nach einem Wetterumschwung seien problematisch für Wetterfühlige. Von größeren körperlichen Anstrengungen riet der Experte bei gravierenden Wetterwechseln daher dringend ab. Wichtig sei, genügend zu trinken, wenn Hitzewellen bevorstünden. Auf Alkohol sollten Betroffene verzichten, denn „Alkohol kann Schlafstörungen verstärken und zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsverlust führen“, erklärte Gunga. Grundsätzlich seien eine gesunde Ernährung und gemäßigter Ausdauersport eine gute Vorbeugung gegen Beschwerden, die in Zusammenhang mit wechselndem Wetter stünden. (dapd)

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