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Studie: Risikogruppe: Pendler

Berufliches Pendeln ist nicht gesund für den Menschen. Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind da noch die harmlosesten möglichen Folgen. Härter kann es Frauen treffen.

Der Streit um die Pendlerpauschale wird heute das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beschäftigen.
Der Streit um die Pendlerpauschale wird heute das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beschäftigen.
Foto: Foto: dpa

Brüssel. Berufspendler leiden häufig unter Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Auch die Partnerschaft komme oft zu kurz, dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag der EU- Kommission. "Tägliches oder wöchentliches Pendeln ist stressig und wirkt sich auf die Gesundheit aus."

Dies sagte Projektleiter Norbert Schneider von der Universität Mainz am Freitag bei der Vorstellung der Studie in Brüssel.

Besondere Auswirkungen hat die berufliche Mobilität auf Frauen: Sie sind öfter kinderlos als nicht-pendelnde Frauen. Mobile Männer würden dagegen verstärkt von ihren Partnerinnen von der Aufgabe der Kinderbetreuung entbunden.

"Die häufigste Mobilitätsform ist in Europa das Fernpendeln", sagte Schneider. Hierfür nähmen Menschen tägliche Wege von bis zu zwei Stunden zur Arbeit und zurück auf sich. Die zweitgrößte Gruppe bilden Pendler, die etwa als Dienstreisende, Wochenend-Heimfahrer oder Saisonarbeiter unterwegs sind.

Besonders oft seien es Akademiker, die sich für ein mobiles Leben entscheiden, so Schneider. Aber auch Menschen, die ihren Arbeitsplatz bedroht sehen, nähmen weite Wege in Kauf.

Für die Studie wurden im vergangenen Jahr 7220 Menschen im Alter von 25 bis 54 Jahren in sechs Ländern in und außerhalb der EU (Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen, Schweiz und Belgien) befragt. Die Untersuchung soll Aufschluss über Verbreitung, Ursachen und Folgen berufsbedingter Mobilität in Europa geben. (dpa)

Datum:  18 | 10 | 2008
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