Die Bildungssprecherin der SPD-Länder, Doris Ahnen, hat von den Unionsländern den Verzicht auf Studiengebühren verlangt. Dies sei "ein probates Gegenmittel, um das bundesweite Absinken der Studierendenzahlen zu verhindern", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin am Dienstag. Deutschland brauche mehr akademisch ausgebildete Fachkräfte. Deshalb dürften auf dem Weg zum Studium keine Hürden aufgebaut werden.
Ahnen verwies dabei auf Rheinland-Pfalz, das keine Gebühren für das Erststudium erhebt. 2005 hätten an den Hochschulen des Landes 17 535 junge Menschen ein Studium aufgenommen. Im Studienjahr 2007 seien dies 19 222 gewesen. Damit habe Rheinland-Pfalz auch als einziges westdeutsches Flächenland bisher seine Ziele im Hochschulpakt 2020 erfüllt. Bundesweit hatten im vergangenen Jahr zwar 17 Prozent mehr junge Menschen mit Abitur oder Fachhochschulreife die Schule verlassen als 2003. Im selben Zeitraum sank die Studienanfängerzahl um fünf Prozent.
Vor diesem Hintergrund forderte die SPD-Bildungspolitikerin Ulla Burchardt ferner bundesweit einheitliche Zulassungsstandards für die Hochschulen. Dafür müsse Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sorgen, sagte die Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses dem "Hamburger Abendblatt". "Die Aufnahmeprozeduren und -kriterien müssen schnellstens einheitlich geregelt werden. Derzeit tobt in Deutschland der Bürokratiebär, da jede Hochschule ihr eigenes Süppchen kocht", so die Bildungspolitikerin. Das Durcheinander an Regelungen bei der Einschreibung sei seit Inkrafttreten des neuen Studentenauswahlrechts der Hochschulen kaum noch zu durchschauen. dpa
Wie tief erwärmen sich die Meere - welche Tierart hat nichts zu fressen durch Treibhausgase? Testen Sie Ihr Wissen im FR-Quiz.
Wie eine gigantische Lasershow aus dem Weltall wirken die außerordentlich spektakulären Polarlichter - Bilder und Videos.
Neue Forschungsergebnisse in der Medizin, der Blick in das Innere des Menschen - mehr zu lesen im FR-Spezial Medizin.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.
Der Blick in den Weltraum auf ISS, Planeten, Sterne, Monde und die Sonne: Hintergründe, interaktive Grafiken, Fotostrecken und Videos.