Buenos Aires/Amsterdam. Der Amazonas-Strom in Südamerika ist nach Erkenntnissen von Forschern der Universität Amsterdam bereits elf Millionen Jahre alt. Seitdem bestehe er als transkontinentaler Fluss.
Die heutige Gestalt und der Verlauf des wasserreichsten Stroms der Erde hätten sich vor etwa 2,4 Millionen Jahren geformt, schreiben Carina Hoorn und Kollegen im Fachjournal "Geology" (Bd. 37, S. 619).
Der Amazonas ist ein gewaltiger Strom, der im Westen in Peru entspringt, bei geringem Gefälle durch die brasilianischen Regenwälder Richtung Osten fließt und nach etwa 6400 Kilometern in den Atlantik mündet. In den Amazonas münden etwa 10 000 andere Flüsse, und die durchschnittlich transportierte Wassermenge ist im Mündungsbereich 23 mal so groß wie die der Donau, des größten europäischen Flusses. In Brasilien ist der Amazonas meist mehrere Kilometer breit.
Die Niederländer hatten die Geschichte des Amazonas gemeinsam mit britischen Kollegen mit Hilfe von Bohrungen in den Sedimenten des Flusses erforscht. Die Bohrungen seien vom staatlichen brasilianischen Erdölkonzern Petrobas im Mündungsbereich des Flusses in bis zu 4,5 Kilometer Tiefe niedergebracht worden, hieß es. (dpa)
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