Die deutschen Grund- und Hauptschullehrer haben eine neue Stimme. Udo Beckmann (56) wird als neuer Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) die Interessen der Pädagogen bundesweit vertreten. Beckmann, den die Bundesversammlung der Lehrergewerkschaft am vergangenen Wochenende mit mehr als 90 Prozent an die Spitze wählte, löst den langjährigen VBE-Vorsitzenden Ludwig Eckinger (64) ab, der nach 16 Jahren im Amt nicht mehr kandidiert hatte.
Beckmann, der zugleich Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen ist, will sich für eine starke öffentliche Schule einsetzen. "Das ist ein hohes Gut und darf nicht verspielt werden", sagte er mit Blick darauf, dass gerade wohl habendere Eltern die Privatschulen für ihre Kinder entdecken und den öffentlichen Schulen den Rücken kehren.
Der ehemalige Grund- und Hauptschullehrer will sich außerdem für eine bessere Bezahlung seiner Kollegen einsetzen, sagte Beckmann der FR. Er kämpfe sowohl für eine gleich lange Ausbildung als auch für eine gleiche Bezahlung der Lehrer. Bisher verdienen Pädagogen an Grund- und Hauptschulen deutlich weniger als beispielsweise ihre Kollegen am Gymnasium. ki
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