Auf der Nordsee-Insel Juist ist ein etwa acht Meter langer Wal angeschwemmt worden. Der Kadaver wurde am Strand gefunden. Die Todesursache des bereits seit längerer Zeit toten Tieres sei noch völlig unklar, sagte Bernd Oltmanns, Regionalbetreuer für die Insel bei der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.
Nun sei zu klären, ob der Kadaver näher untersucht werde und wie er entsorgt werden könne. Denkbar sei etwa, den Wal vor Ort in den Dünen zu vergraben. Der Fund eines so großen Walkadavers im Wattenmeer sei zwar ungewöhnlich, komme jedoch in größeren Abständen durchaus vor, sagte Oltmanns. So sei vor Jahren bereits ein angeschwemmter Pottwal auf Norderney in den Dünen vergraben worden.
1. Pottwal
Ein verendeter Pottwal liegt an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources, auch Rote Liste gefährdeter Arten) stuft den Meeressäuger als "gefährdet" ein.
Pottwale gehören zur Gruppe der Zahnwale und haben das größte Gehirn von allen Lebewesen. Sie leben in sämtlichen Ozeanen der Welt und können tiefer und länger tauchen als jedes andere Säugetier. Seit 1981 ist die Jagd auf Pottwale verboten. Trotzdem verfangen sich viele in riesigen Fischernetzen und ertrinken.
Foto: imago stock&peopleDie Art des nun auf Juist angeschwemmten Wals war zunächst unbekannt, berichtete Jörg Mau von der Polizei in Aurich. Nach Angaben des Meeresschutzexperten Stephan Lutter von der Umweltstiftung WWF schwimmen vor allem Zwergwale bei der Nahrungssuche bis in die südlichen Teile der Nordsee. Das Gebiet um die Doggerbank weiter nördlich zählt zu den Nahrungsgründen der kleinen Bartenwalart. (dpa/dapd)
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