Cambridge ist wieder einmal das zu Hause der besten Universität der Welt. Allerdings nicht durch die Cambridge University. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT), ansässig in Massachusetts und eben Cambridge, belegt im QS World University Ranking 2012/2013 den ersten Platz und verweist Cambridge und Harvard auf die Plätze zwei und drei.
Das MIT setzte sich vor allem durch die überlegene Zitierhäufigkeit und das Verhältnis von Studenten pro Fakultät durch. Auch die Anzahl der internationalen Mitarbeiter in Forschung und Lehre an der Universität stieg. Das MIT hatte sich seit dem zehnten Platz im Ranking 2007 kontinuierlichen gesteigert und sich nun erstmals an die Spitze gesetzt. Die benachbarte Harvard University, von 2004 bis 2009 immer Spitzenreiter des Rankings, fiel nun auf den dritten Platz zurück.
"Der Aufstieg vom MIT hängt mit der weltweiten Veränderung des Schwerpunkts von Wissenschaft und Technologie zusammen", sagte Ben Sowter, Forschungsleiter bei QS. "MIT perfektioniert ein Konzept, das nun von vielen vorreitenden Technologieunternehmen aus Asien verfolgt wird."
Neun der zehn besten Technologie-fokussierten Universitäten verbessern in diesem Jahr ihre Position, angeführt von MIT, Imperial College (6), Caltech (10) und ETH Zürich (13). Koreas KAIST (63) ist der grösste Aufsteiger in den Top 100, während die Hong Kong University of Science and Technology (33) und Singapurs Nanyang Technological University (47) ihren Aufstieg fortsetzen. Dabei wurden beide Hochschulen vor nur gerade einmal 21 Jahren gegründet.
Eine deutsche Universität hat es trotz der Exzellenzinitiative nicht unter die ersten 50 geschafft. Die Technische Universität München (53) schneidet vor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (55) noch am besten ab. Deutlich besser werden die Schweizer Universitäten eingestuft. Neben dem ETH Zürich schaffen es sechs weitere Universitäten in die Top 150. Die besten europäischen Universitäten sieht das Ranking aber nach wie vor in England: Cambridge (2), UCL (4), Oxford (5) und Imperial (6) sind unter den besten zehn.
Mit insgesamt 72 Ländern in den Top 700 sind so viele Nationen wie noch nie in den QS World University Rankings vertreten. Dieses ist vor allem Folge der zunehmenden Internationalisierung. Die Universitäten unter den ersten 100 haben im Durchschnitt 10% mehr internationale Studenten als in 2011. Dieses ist bisher der grösste, jährliche Anstieg seit Beginn des Rankings vor neun Jahren.
Sowter erläutert: "Der noch nie dagewesene Anstieg in internationaler Rekrutierung spiegelt den globalen Talentwettbewerb wieder. 120.000 mehr internationale Studenten wurden in diesem Jahr in den Top 500 Universitäten gelistet. Daraus folgernd liegt die weltweite Zahl nun bei über vier Millionen." (ots)
Wie tief erwärmen sich die Meere - welche Tierart hat nichts zu fressen durch Treibhausgase? Testen Sie Ihr Wissen im FR-Quiz.
Wie eine gigantische Lasershow aus dem Weltall wirken die außerordentlich spektakulären Polarlichter - Bilder und Videos.
Neue Forschungsergebnisse in der Medizin, der Blick in das Innere des Menschen - mehr zu lesen im FR-Spezial Medizin.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.
Der Blick in den Weltraum auf ISS, Planeten, Sterne, Monde und die Sonne: Hintergründe, interaktive Grafiken, Fotostrecken und Videos.