Aktuell: Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Türkei | US-Wahl | FR-Serie: Fintechs
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Wissen
Nachrichten aus Wissenschaft und Bildung

04. Oktober 2012

Zwergdinosaurier: Fossil mit Vampirzähnen entdeckt

Eine Illustration des Zwergdinos aus Südafrika anhand des Schädels.  Foto: dpa

Vor Rund 200 Millionen Jahren soll ein kleiner Saurier gelebt haben, der spitze Vampirzähne und Borsten wie ein Stachelschwein hat. Dieses Bild rekonstruieren Forscher nun anhand eines Skeletts, das bereits in den sechziger Jahren gefunden wurde.

Drucken per Mail

Vor Rund 200 Millionen Jahren soll ein kleiner Saurier gelebt haben, der spitze Vampirzähne und Borsten wie ein Stachelschwein hat. Dieses Bild rekonstruieren Forscher nun anhand eines Skeletts, das bereits in den sechziger Jahren gefunden wurde.

Er hatte Eckzähne wie ein Vampir und sah aus wie ein Stachelschwein auf zwei Beinen: Forscher haben das Fossil eines Zwergdinosauriers aus Südafrika untersucht. Er soll vor rund 200 Millionen Jahren gelebt haben. Der Pflanzenfresser war etwa 60 Zentimeter groß, wog weniger als eine Hauskatze und ist damit einer der kleinsten Saurier, die jemals entdeckt wurden. Das berichtet der Wissenschaftler Paul Sereno von der Universität Chicago im Journal Zookeys.

Das Fossil des Dinosauriers mit dem wissenschaftlichen Namen Pegomastax africanus war bereits in den 60er-Jahren in Südafrika gefunden worden. Sereno entdeckte es in einer Sammlung an der Harvard-Universität und untersuchte die Anatomie und Lebensgewohnheiten. Der Paläontologe berichtet, der Zwergsaurier habe einen kleinen Papageien-ähnlichen Schnabel gehabt und zwei scharfkantige große Eckzähne.

Das sei sehr selten, dennoch geht der Forscher davon aus, dass der Zwergsaurier Pflanzenfresser war. Die abgenutzten Seiten seiner Zähne und der beschädigte Zahnschmelz ließen darauf schließen, dass er sie eher zum Greifen und Graben verwendet habe, als um Fleisch zu zerbeißen. Der Körper des Dinos sei mit Borsten bedeckt gewesen, ähnlich wie bei einem Stachelschwein. (dpa)

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung.

Gesundheitsgefahr

Pflanzengift in Kräutertee nachgewiesen

Als gesundheitlich bedenklich wurden bei einer Laboranalyse vier von sechs Pfefferminz- und Kräutertees eingestuft.

Bei einer Laboranalyse im Auftrag des NDR wurden in einer Stichprobe in vier von sechs Pfefferminz- und Kräutertees sogenannte Pyrrolizidinalkaloide entdeckt. Diese sollen krebserregend sein und auch Leberschäden verursachen.  Mehr...

Nordsee und Ostsee

Plastikmüll in Speisefischen

Auch der Kabeljau gehört zu den belasteten Arten.

Wissenschaftler finden in Speisefischen aus der Nord- und Ostsee Reste von Plastikmüll. Für Fischkonsumenten hat das nach Angaben des Studienleiters "wahrscheinlich keinerlei Auswirkungen". Mehr...

Videonachrichten Wissen
Schutz der Ozonschicht
Das Nasa-Satellitenfoto dokumentiert die Größe des Ozonlochs über der Arktis im Winter 1999/2000. Je dunkler das Blau, desto dünner die Ozonschicht.

Was ist Ozon? Wofür ist Ozon wichtig? Und wie groß ist derzeit das Ozonloch? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es hier.

Anzeige

Spezial
Kindermund tut Wahrheit kund (FR vom 22. November 2011)

Zeichen für den Klimawandel: Erderwärmung, saure Meere, Treibhauseffekt, Ozonloch, Wetterkapriolen und Naturkatastrophen.

Quiz

Wie tief erwärmen sich die Meere - welche Tierart hat nichts zu fressen durch Treibhausgase? Testen Sie Ihr Wissen im FR-Quiz.