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27. Mai 2014

DFB Unfall: Der Schock

 Von 
Bundestrainer Joachim Löw sitzt Ende 2008 am Steuer seines Dienstfahrzeugs in Stuttgart-Möhringen.  Foto: dpa

Ein Unfall über dem Hang des Trainingsplatzes, ein Bundestrainer mit 18 Punkten im Sünderregister von Flensburg, dazu die Pinkel-Affäre von Kevin Großkreutz: Die Außenwirkung, die das DFB-Trainingslager nach sich zieht, ist fatal. Ein Kommentar.

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Zu Oliver Bierhoffs Job gehört es, die Nationalmannschaft als fehlerfreies Qualitätsprodukt zu promoten und Spieler wie Trainer als Vorbilder zu inszenieren. Inklusive Imagetransfer zum Generalsponsor. Der heißt Mercedes-Benz und hat im Januar einen rassigen Spot mit Jogis Jungs gedreht. Einen Spot, der gerade erst ins Fernsehen gekommen ist und fortan noch oft gezeigt werden soll, um die neue C-Klasse zu promoten. „Es ist eine tolle Sache, wenn unser Partner die Spieler so positionieren“, hat Bierhoff neulich bei der Vorstellung des Spots in Hamburg gesagt.

Mittlerweile muss man sich fragen, ob der aufwendig von der Staragentur Jung von Matt produzierte Streifen nicht besser in die Mottenkiste gesteckt würde. Agenturchef von Matt hatte seinerzeit bedeutungsvoll im typischen Marketing-Sprech hinzugefügt: „In unserer Branche geht es immer darum, faszinierenden Content zu generieren.“

Die Scheinwelt der Werbung mit ihrem „faszinierenden Content“ ist das eine, die Realität das andere. Die Realität am Dienstag war ein schwerer Unfall am Hang über dem Trainingsplatz, in einem aufgemotzten Auto, in dem DTM-Fahrer Pascal Wehrlein, ein Teenager, mit einem Nationalspieler saß. Man kann nur hoffen, dass das mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Spital geflogene Opfer nach der völlig überflüssigen Ausfahrt auf regennasser Straße mit dem Leben und ohne Spätfolgen davonkommt.

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Der Unfall überschattet jene 18 Punkte im Sünderregister von Flensburg, die Joachim Löw sechs Monate Führerscheinentzug wegen Rasens einbrachten. Beim sonst so entspannten und sympathischen Bundestrainer handelt es sich um einen offenbar in dieser Frage schwer erziehbaren Wiederholungstäter.

Löws neu angehäufte Verkehrsdelikte sind Dienstagmorgen bekannt geworden, ein paar Stunden vor dem schlimmen Unfall. Die Außenwirkung, die dieses DFB-Trainingslager nach sich zieht, noch dazu mit der Pinkel-Affäre des Spielers Kevin Großkreutz, ist fatal. Ganz unabhängig davon, dass Formel-1-Pilot Nico Rosberg bei der DFB-Pressekonferenz glaubwürdig versichern konnte, er habe „noch nie in meinem Leben einen Punkt in Flensburg bekommen.“ Oliver Bierhoff saß daneben und lächelte süß-sauer.

Wolfgang Hochfellner, der die Nationalmannschaft seit zwei Jahrzehnten im Mannschaftsbus chauffiert, hat neulich die Aktion „Runter vom Gas“ promotet. Auf der Homepage des Deutschen Fußballbundes sagt der gute Mann: „Drängler regen mich auf, mit ihrer Raserei gefährden sie sich und andere.“ Das ist die Wahrheit, nicht die Werbung.

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