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Fußball-WM 2014
Deutschland, die DFB-Elf und die Fußball-WM 2014 in Brasilien.

06. Juni 2014

Kommentar Fußball-WM: Bleierne Zeit

 Von 
Bundestrainer Joachim Löw mit Sorgenkind Manuel Neuer.  Foto: AFP

Testspiele vor der Weltmeisterschaft sollte man nicht überbewerten. Da gilt es nämlich nur, sich möglichst nicht mehr zu verletzen. Ein Kommentar.

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Vielleicht ist es tatsächlich ein bisschen dürftig, vielleicht hätte man wirklich ein klein wenig mehr erwarten können: Ein 1:1 gegen Luxemburg, noch dazu im heimischen Perugia, ist beim besten Willen nicht das Wunschergebnis; eigentlich hatte man vorher gedacht, Italien, der viermaliger Weltmeister, würde den 119. der Fifa-Rangliste bezwingen können. Hat er aber nicht.
Genauso wenig nicht wie England, Weltmeister von 1966, das Team von Ecuador hat schlagen können, Holland hat sich schwer getan beim 2:0 gegen Wales, und die Kritik an der deutschen Elf nach dem mühevollen 2:2 gegen Kamerun ist noch in aller Ohren. Und ein Spektakel, das darf prophezeit werden, wird das heutige Benefiz-Spiel der DFB-Auswahl gegen Armenien wohl auch nicht werden.
Das alles sind euphemistisch Testspiele genannte Begegnungen ohne besonderen Wert. Freundschaftsspiele, die wenig Aufschluss über Form oder Klasse eines Teams geben. Kein Mensch spielt da mit vollem Einsatz. Diese ganzen Partien über Gebühr ernst zu nehmen, verbietet sich tunlichst. Und schon gar nicht lässt sich daraus irgendetwas ablesen über ein etwaiges Abschneiden bei der in einer knappen Woche beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft. Erst dann beginnt der Ernstfall, erst dann beginnt der entscheidende Wettkampf.

Nur keine Verletzung

In erster Linie geht es bei diesen Spielen darum, sich nicht zu verletzen. Die Liste derer, die verletzt zu Hause bleiben müssen, ist schon lang genug; sie wird von Falcao (Kolumbien) angeführt und ist nach Montolivo (Italien), Thiago (Spanien) oder Walcott (England) noch längst nicht beendet. Ronaldo (Portugal), Diego Costa (Spanien), Schweinsteiger, Lahm, Neuer (Deutschland), Ribéry (Frankreich), Luis Suarez (Uruguay) sind angeschlagen, aber wenigstens dabei. Eine immer höher werdende Belastung, ein ständig schneller und athletischer werdendes Spiel, immer mehr Spiele gerade für die Qualitätsspieler – all das zerrt, reißt und rupft an Sehnen, Fasern und Bändern, an Gelenken, Knorpeln und Knochen. Ein solches großes Turnier, der Höhepunkt des Jahres, am Ende einer kräfteraubenden Saison mit 50 und mehr Pflichtspielen ist eine gewaltige Herausforderung an die körperlicher Fitness der Spieler.

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Insofern ist Sorge, gar Panik angesichts wenig erbaulicher Ergebnisse in Vorbereitungsspielen alles andere als angebracht. Das Gleiche gilt übrigens auch für den umgekehrten Fall: Ein 6:0 vor der WM hat noch keinen besser gemacht. Es ist eine Binsenweisheit: Erst in Brasilien gilt es, am 12. Juni geht es los. Noch sechs Tage.

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