Wohnen

22. Oktober 2012

„Ambient Assisted Living“ (AAL): Hilfe für ältere Menschen im Alltag

 Von Jörg Stroisch
Noch sind elektronische Helfer für den Haushalt selten, denn sie sind recht teuer. Foto: Cibek

Elektronische Assistenzsysteme sollen das Leben im Alter erleichtern und sicherer machen. Allerdings sind sie noch recht teuer.

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Der Sens-Floor ist kein normaler Fußbodenbelag: Die Matte nimmt Berührungen wahr. Wenn jemand fällt und nicht mehr aufsteht, löst das System einen Notruf aus. Der Sens-Floor ist eine von vielen Ideen, die unter dem Begriff „Ambient Assisted Living“ (AAL) zusammengefasst werden, also „umgebungsunterstütztes Leben“.

Das AAL-Konzept setzt bereits vor der Pflegebedürftigkeit an. Durch technische Unterstützung und soziale Dienstleistung, sollen ältere Menschen länger im eigenen Zuhause leben können. Doch das Konzept ist noch recht unbekannt. „Es ist viel Eigeninitiative gefragt, um passende Angebote zu finden“, sagt Christine Weiß, stellvertretende Bereichsleiterin Demografischer Wandel von „VDI/ VDE Innovation + Technik“. „Der klassische Weg über den Handwerker funktioniert leider bei der Beratung und Auswahl nur in den seltensten Fällen, da es an Wissen über neue, technische Möglichkeiten mangelt.“

Die Initiative AAL-Deutschland bündelt verschiedene, mit Steuermitteln geförderte Forschungsprojekte – und in diesem Status befinden sich viele Produkte auch heute noch. „WohnSelbst“ heißt zum Beispiel eines der Konzepte: Hier werden die Nutzer über den Fernseher mit einem speziellen Portal verbunden. Dieses vermittelt den Kontakt zu Dienstleistern und zu ebenfalls betroffenen Nachbarn. Über ein digitales Schwarzes Brett können sich die Nutzer austauschen und verabreden. Einen privaten elektronischen Butler gibt es bereits als konkretes Produkt: „Paul“ steht für „persönlicher Assistent für unterstütztes Leben“ – und ist ein Tablet-PC, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse älterer Menschen. Pauls Entwicklung wurde – wie viele der AAL-Produkte – vom Bundesforschungsministerium gefördert. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig: Paul steuert Beleuchtung und Rollläden, dient als Videotelefoniegerät und hilft bei der Auswahl des Radiosenders. Paul reagiert auch, wenn sich sein Besitzer nicht zu den gewohnten Zeiten in der Wohnung bewegt, organisiert das Verschließen von Türen und zeigt an, wer davor steht – doch das Butlersystem hat einen stolzen Preis: bislang einige Tausend Euro.

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