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Wohnen

06. Oktober 2012

Die Neustadt in Frankfurt: Neuer Wohnraum in Frankfurts Innenstadt

„Die Neustadt“ – So nennt Ardi Goldman seine Pläne für die alte Diamantenbörse nördlich der Zeil, Stephanstraße 1-3. Der Entwurf stammt vom Frankfurter Architekten Christoph Mäckler.  Foto: Ardi Goldmann

Die Stadt praktiziert Redevelopment statt Ausdehnung

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Das vielleicht bis heute bekannteste Frankfurter Beispiel für eine Umnutzung von Immobilien steht in allerbester Lage: Der Römer. Das Rathaus und Wahrzeichen der Stadt, war einst ein Wohnhaus – 1405 kaufte es der Magistrat der Freien Reichsstadt und baute es zu einem repräsentativen Verwaltungssitz um. Wohnraum wird Bürofläche, die Richtung war, so könnte man sagen, also schon früh vorgegeben.

Bis in die 1990er Jahre war die Umnutzung eine Einbahnstraße – kleinteiliger Büroraum war sehr gefragt und die Rendite vielversprechend. Heute ist die Nutzungsänderung in entgegengesetzter Richtung festzustellen – hin zu mehr Wohnraum.

Während die Büroflächennachfrage laut einer Prognose bis ins Jahr 2025 um 2,6 Prozent sinken wird, steigt im gleichen Zeitraum der Bedarf an Wohnraum um 3,1 Prozent – für Investoren bieten die hohen Mieten und die raren Top-Lagen in der Innenstadt einen Garanten für erfolgreiche Projekte. Außerdem ist so Abbau von Büroleerstand möglich.

Erstmals legt die Stadt Frankfurt anlässlich der Expo Real 2012 in München „Redevelopment“ – der Fachbegriff für die Umnutzung von Immobilien aber auch komplett bebauten Flächen – als Leitthema für die Veranstaltungen an ihrem Stand fest. Frankfurt wächst seit 2005 wieder stetig. Den Prognosen zufolge wird sich die Einwohnerzahl von heute knapp über 700.000 bis zum Jahr 2020 auf 725.000 Einwohner erhöhen. Daraus ergibt sich eine wachsende Nachfrage an Wohnraum, die mit dem heutigen Bestand nicht bedient werden kann.

Ein Viertel aller Wohnungen in Frankfurt sind Umnutzung des Altbestands

Gleichzeitig sind in Frankfurt viele Büroimmobilien nicht mehr marktfähig. Dennoch weisen diese Objekte oftmals eine gute Bausubstanz, eine attraktive Lage und

eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung auf. Die Bedingungen für die Beantragung einer Nutzungsänderung sind besonders günstig.

Durch die Entwicklung im Bestand wurden 2011 rund 44.000 Quadratmeter Fläche durch Umbau in Wohnraum zurückgewonnen. Bei durchschnittlich 75 Quadratmeter großen Wohnungen entspricht das 590 Wohneinheiten, das ist ein Viertel aller Neubauten in Frankfurt. Im ersten Halbjahr 2012 wurden so bereits fast 50.000 Quadratmeter an Wohnraum gewonnen.

Redevelopment bietet gleichzeitig die Chance, ökonomische und zugleich nachhaltige Projekte für eine qualitative Quartiersentwicklung zu bauen, wovon letztlich die Immobilienwirtschaft im Gesamten profitiert. In Frankfurt scheint dies kein zeitlich begrenzter Trend zu sein. Die Entwicklung der Nachfrage und der Nutzen für die Akteure sprechen für eine Fortführung.

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Quelle: Onmeda

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