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Wohnen

04. Oktober 2012

German Design Award 2012: Neue Design Ideen - Kombi-Möbel zum Wohnen

 Von Sonja Thelen
Designer Philipp Beisheim hat die „Bank mit Spiegel“ entworfen. Nominiert wurde der Frankfurter dafür mit dem "German Design Award". Foto: privat

Der junge Frankfurter Designer Philipp Beisheim ist mit seiner „Bank mit Spiegel“ für den „German Design Award“ nominiert worden.

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Ein Spiegel und eine Bank: Beides alltägliche Möbel, die in der Regel immer für sich alleine, meist im Flur oder im Schlafzimmer, stehen beziehungsweise an der Wand hängen. Philipp Beisheim hatte nun die Idee, diese beiden Gegenstände zu vereinen. „Alltägliches zu kombinieren und daraus ein Wohnmöbel zu schaffen“ lautete die Idee des Designers und Schreiners aus Frankfurt. Er tüftelte und feilte, bis er seinen Prototyp soweit entwickelt hatte, dass er ihn auf der Möbelmesse IMM Cologne präsentieren konnte.

„Bank mit Spiegel“ heißt schlicht und einfach das Flurmöbel, für das der 27-Jährige jetzt für den „German Design Award“ nominiert worden ist, den der German Design Council vergibt. Der 27-Jährige ist stolz auf diese Nominierung, ist sie doch eine Anerkennung seiner Arbeit. „Wichtig war mir bei der Entwicklung, dass ich ein Möbel aus Massivholz konstruiere, das sich mit wenigen Handgriffen zusammenbauen lässt“, sagt Beisheim, der in Frankfurt-Höchst seine Werkstatt samt Atelier hat.

Mit dem Prototyp hat er auch schon einen Hersteller überzeugt, der in Kooperation mit Beisheim die Bank mit Spiegel marktfähig machen möchte. „Ich bin gespannt, wie es weitergeht“, sagt der Jung-Designer, der sich mit seinen sehr individuellen Entwürfen von der Massenproduktion abgrenzen möchte.

Er hat nicht viel übrig für pseudo-designorientierte Möbel, die vor allem ein junges Käuferpublikum ansprechen sollen, aber nach ein paar Jahren wieder ausgemustert werden, weil sie einfach nicht genug en vogue sind. Er möchte Möbelstücke entwerfen, die zwar trendig, aber dennoch zeitlos genug sind, damit sie nicht nach kurzer Zeit auf dem Müll landen, und die auch eine jüngere Käuferschicht ansprechen.

 Bank mit Spiegel, vom Frankfurter Designer Philipp Beisheim. Nominiert für den German Design Award.
Bank mit Spiegel, vom Frankfurter Designer Philipp Beisheim. Nominiert für den German Design Award.
Foto: privat

Der gelernte Schreiner hat daher nach Ende seiner Ausbildung noch zwei zusätzliche Qualifikationen draufgesattelt. „Schreiner ist ein sehr schöner Beruf. Aber nur das Handwerk war mir auf Dauer zu wenig, auch wenn sich in den letzten Jahren einiges im Bereich Technik verbessert hat. Ich wollte einfach noch mehr gestalterisch arbeiten und mehr mit Formen und Ästhetik zu tun haben“, erläutert er. Noch während seiner Ausbildung hatte er von dem Zusatzlehrgang „Gestalter im Handwerk“ gehört, sich darüber informiert und diesen absolviert. Doch damit nicht genug: Anschließend bewarb er sich in Birmingham am Institute of Art & Design um einen Aufbaustudiengang in Produktdesign, wurde angenommen und erhielt für das einjährige Studium ein Stipendium.

Während er im Moment das Arbeiten mit Holz in den Mittelpunkt seines kreativen Schaffens stellt, so hat der 27-Jährige durchaus auch ein Faible für ungewöhnliche Materialien, die er auch verwendet. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit in Birmingham hat er bewusst als Kontrapunkt zu den schnelllebigen Produkten eines schwedischen Einrichtungshauses einen aufblasbaren Tisch entwickelt. „Ich habe mich dabei von den aufblasbaren Möbeln aus den 70er Jahren inspirieren lassen. Die hielten damals nur nicht so lange. Mittlerweile gibt es anderes Material wie Hypalon, ein Neoprenstoff, den auch Marinefirmen verwenden. Das Schöne daran: Man hat eine große Auswahl an Farben, und Hypalon ist sehr robust und stabil.“

Leichter Auf- und Abbau

Im Laufe der vergangenen drei Jahre hat Beisheim einen runden Tisch entwickelt, der einen Durchmesser von einem Meter hat und an dem vier bis fünf Personen Platz finden. Die Platte wie auch der integrierte Fuß sind aus Holz und geben dem Tisch seine Stabilität. Durch das aufblasbare Tischbein lässt sich das Möbel leicht auf- und abbauen und verstauen. Mittlerweile ergänzen ein kleiner Beistelltisch und ein Hocker die originelle Kollektion, an der Beisheim auch immer wieder arbeitet, wenn er neben der Gestaltung der Massivholzmöbel die Zeit hat.

www.philippbeisheim.com

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