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Wohnen

13. August 2012

Küchen: Technik für die Profiküche

 Von Peter Steinhauer
Ob Grillplatte, Induktionsfeld, Gasbrenner, oder Fritteuse die richtige Wahl ist, hängt auch von den eigenen Ambitionen ab.  

Die Hersteller rüsten den heimischen Ofen und Herd mit Hightech auf, doch nicht jede Neuerung ist sinnvoll - ein Überblick zeigt die neuen Ideen und deren Nutzen.

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Mag die deutsche Küche in der Vergangenheit auch einen zweifelhaften Ruf in Europa genossen haben: Aktuell entwickelt sich das Kochen auch hierzulande zu einem äußerst beliebten Hobby. Davon profitieren nicht nur Fernsehsender, Buchverlage und Ernährungsberater, sondern vor allem auch die Küchenindustrie: Sie nutzt den Trend, um fortwährend neue Produkte auf den Markt zu schmeißen, die das Kochen noch einfacher machen sollen. Oft mit zweifelhaftem Ergebnis: „Es werden stündlich neue Küchengeräte erfunden, deren Sinn sich mir aber komplett entzieht“, sagt selbst Andreas Langholz. Der Geschäftsführer des Küchengeschäfts Coledampf’s in Berlin verdient sein Geld mit dem Verkauf von Küchenartikeln, hält jedoch wenig vom Trend: „Eine Kräuterschere mit fünf Klingen zum Petersilieschneiden halte ich für völligen Unsinn.“

Magnetspulen für präzise Hitze

Bei der Einrichtung einer professionellen Küche für ambitionierte Hobbyköche kommt es für ihn deshalb vor allem darauf an, in die richtige Grundausstattung zu investieren. „Die wichtigste Technologie in der Küche ist und bleibt der Herd, hier sollte man nicht sparen.“ Lange Zeit galten Gasherde als das Maß der Dinge, da sich mit ihnen die Hitze am präzisesten steuern lässt. „Mittlerweile sind jedoch auch Induktionsherde bezahlbar. Die sind eine interessante Alternative.“

Sterneköche wie Harald Wohlfahrt oder Dieter Müller kochen bereits seit Längerem mithilfe elektromagnetischer Spulen. Mit ihnen lässt sich die Hitze wie beim Gas perfekt steuern. Im Grunde ist die Induktion eine sehr simple Technik. Die Anbieter vermarkten Induktionsfelder jedoch als futuristische Innovation. Die Kochflächen sind ausgestattet mit Touchscreen und allen möglichen Sensoren. Das macht die Bedienung oft hochkompliziert – und verteuert das Produkt. Allerdings gibt es inzwischen Modelle, die für deutlich unter 600 Euro zu haben sind. Hochwertige Glaskeramik- Gaskochfelder gibt es jedoch bereits ab 300 Euro. Für welche Technik man sich auch entscheidet: Vier Brennstellen sollte der Herd mindestens bieten. Wer häufiger Gäste hat und gerne mehrgängige Menüs serviert, sollte sogar über eine oder zwei weitere Kochstellen nachdenken. Gerade ein zusätzliches Feld mit einem Wok-Ring, in den auch Woks mit rundem Boden passen, ist für all jene äußerst praktisch, die vorzugsweise asiatisch kochen. Denn auf flachen Kochstellen ist das fachgerechte Schwenken eines Woks praktisch unmöglich.

Eine weitere fernöstliche Spezialität, die langsam hiesige Küchen erobert, sind sogenannte Teppanyaki-Platten: Auf diesem japanischen Grill ohne Rost lassen sich zum Beispiel Steaks optimal zubereiten, da sie viel Platz und stets gleichbleibende Temperaturen bieten. Mit Preisen von 800 bis weit über 1 000 Euro handelt es sich dabei jedoch um ein recht teures Küchenspielzeug, dessen Anschaffung man sich zweimal überlegen sollte. In schweren Eisenpfannen lässt sich das Fleisch jedenfalls fast ebenso gut an braten.

Neben dem Herd ist der Ofen die zweite wichtige Technologie in der Küche. Die Industrie hat auch hier mit dem Dampfbackofen einen neuen Trend ausgerufen. Das Dämpfen ist eine besonders schonende Zubereitungsmethode. Auch diese Technik hat sich im Geiste fernöstlicher Zubereitungstechnik entwickelt. Doch die Asiaten brauchen zum Dämpfen ihrer traditionellen Dumplings und Mehlspeisen kein teures Zusatzgerät, sondern nutzen aus Bambus gefertigte Aufsätze für ihre Kochtöpfe. Andreas Langholz ist deshalb skeptisch: „Ich halte Dampfgarer für ebenso überflüssig wie Schnellkochtöpfe oder Mikrowellen. Jeder gusseiserne Topf erzeugt einen Dampfkreislauf und macht das, was ein Dampfgarer auch tut. Nur viel günstiger.“

Backöfen im XXL-Format

Ober- und Unterhitze, Umluft und Grillfunktion bieten heute die meisten besseren Backöfen. An die Grenzen stoßen Hobbyköche jedoch regelmäßig, wenn sie große Braten, eine ganze Pute oder den überbackenen Nachtisch parallel zum Hauptgang zubereiten möchten. In diesem Fall ist mehr wirklich mehr: Modelle mit 50 und mehr Litern Rauminhalt bieten die nötige Reserve, um notfalls auch mal ein ganzes Spanferkel zubereiten zu können.

Doch Vorsicht: Wer meist nur durchschnittliche Portionen im Backofen zubereitet, vergeudet mit diesen XXL-Modellen unnötig Energie. Da kann es sinnvoller sein, zwei kleinere Geräte zu kaufen, die zusammen ausreichend Platz bieten, um das Hobby bei Bedarf auf professionellem Niveau zu betreiben.

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Quelle: Onmeda

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