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Kungelei : Wulffs Regierung bürgte für eine Briefkastenfirma

Der Druck auf Bundespräsident Wulff steigt.
Der Druck auf Bundespräsident Wulff steigt.
Foto: dapd

Der Unternehmer David Groenewold lud den Bundespräsidenten Wulff nach Sylt ein, seinerseits gewährte Wulffs Landesregierung dem Unternehmer eine Millionen-Bürgschaft. Jetzt wird bekannt: Das Geld floss wohl an eine Briefkastenfirma.

Die Firma Waterfalls Productions GmbH von Filmproduzent David Groenewold, der die Landesregierung des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) eine Bürgschaft über vier Millionen Euro zugesagt hatte, war angeblich nur eine Briefkastenfirma.

„Waterfall Productions hat nicht einen einzigen Film produziert. Es gab keine Mitarbeiter und keine eingerichteten Büros. An der Adresse auf dem Expo-Gelände ist nie etwas passiert“, sagte der ehemalige Geschäftsführer Stephan Hansch der „Bild am Sonntag“.

"Nicht einen einzigen Film produziert"

Die Firma wurde im August 2007 im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen. Im Juni 2010 wurde sie wieder gelöscht.

Wulff und seine Freunde

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Groenewold hatte dem Ehepaar Wulff 2007 Übernachtungen in einem Luxushotel auf Sylt zunächst bezahlt. Wulff soll diese Auslagen später bar an den Unternehmer zurückgezahlt haben.

Demo vor dem Schloss Bellevue

Im Protest gegen die Affären um Bundespräsident Wulff haben außerdem rund 50 Menschen vor dem Schloss Bellevue in Berlin den Rücktritt des Staatsoberhauptes gefordert.

Symbolisch stellten die Demonstranten einen selbstgebastelten überdimensionalen Stuhl vor dem Amtssitz ab. Vereinzelt hielten Teilnehmer auch Schuhe in die Luft. Die Veranstalter hatten rund 500 Teilnehmer erwartet.

Die Aktion „Wulff den Stuhl vor die Tür stellen - Shoe for you, Mr. President“ war von dem Verein Creative Lobby of Future (CLoF) initiiert worden.

Bereits Anfang Januar hatten etwa 400 Demonstranten ihrem Ärger über Wulff Luft gemacht und ihm vor dem Schloss Bellevue „den Schuh gezeigt“. In der arabischen Kultur werden mit dieser Geste Ärger und Verachtung zum Ausdruck gebracht.

Wulff erklärt sich im TV

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(dapd, dpa)

Datum:  12 | 2 | 2012
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Politiker reagieren verhalten. Manche fordern ein Ende der Debatte, weil sie das Amt beschädige. Sie meinen tatsächlich die Debatte, nicht das Verhalten von Wulff. Die Reaktionen - das sagen Politiker.

Fragen von Journalisten, die Antworten von Wulff - Dokumentation im durchsuchbaren pdf-Format.

In den Kommentarspalten gärt es dagegen gewaltig. Unsere Presseschau.

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Kleine Anfrage und Antworten von Stefan Schostok (SPD)

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