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Überraschungsbesuch: Wulff in Afghanistan

Bundespräsident Christian Wulff ist überraschend nach Afghanistan gereist. Dort hat er sich mit Menschenrechtlern getroffen. Des Weiteren ist ein Mittagessen mit Staatspräsident Hamid Karsai geplant.

Bundespräsident Christian Wulff ist zu Besuch in Afghanistan.
Bundespräsident Christian Wulff ist zu Besuch in Afghanistan.
Foto: dapd
Kabul –  

Bundespräsident Christian Wulff ist am Sonntag zu einem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. Es ist der erste Staatsbesuch eines Bundespräsidenten seit 44 Jahren.

Bei seiner Ankunft sagte Wulff, Deutschland werde Afghanistan auch nach dem für Ende 2014 geplanten Abzug der internationalen Truppen ein Freund und Partner sein. „Deutschland wird Afghanistan nicht im Stich lassen“, versicherte er. Zu Beginn seines Besuchs ist Wulff mit afghanischen Menschen- und Bürgerrechtlern zusammengetroffen. Bei dem Gespräch in der Hauptstadt Kabul stand neben der Erörterung der Menschenrechtslage und der Situation der Frauen vor allem die politische Zukunft Afghanistans im Mittelpunkt.

Wulff machte deutlich, dass die bessere Verwirklichung der Menschenrechte in Afghanistan für Deutschland ein zentrales Anliegen ist. „Ich habe großen Respekt vor den Leistungen der afghanischen Zivilgesellschaft“, sagte er. Diese spiele im Übergangsprozess hin zur vollen Souveränität des Landes eine entscheidende Rolle.

Mittagessen mit Karsai

Bundeswehr in Afghanistan

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Alltag in Afghanistan

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Nach dem Treffen mit den Vertretern der Zivilgesellschaft sollte Wulff von Präsident Hamid Karsai mit militärischen Ehren empfangen werden. Im Anschluss waren ein Gespräch mit Karsai und ein gemeinsames Mittagessen geplant.

Im Dezember wird in Bonn eine Afghanistan-Konferenz stattfinden, die sich mit dem geplanten Abzug der ausländischen Streitkräfte beschäftigt. Deutschland ist mit derzeit knapp 5000 Soldaten nach den USA und Großbritannien der größte Truppensteller. Maßgeblich für die Etappen des Abzugs ist das Vorgehen der USA. US-Präsident Barack Obama hatte angekündigt, bis zum Jahresende 10.000 der insgesamt noch 90.000 US-Soldaten abzuziehen. Weitere 23.000 sollen bis zum Sommer 2012 folgen. (rtr/dpa)

Datum:  16 | 10 | 2011
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