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Zukunft 2030
Für unsere Zukunftsserie haben wir Wissenschaftler aus der ganzen Welt in Universitäten, Schulen und Labors der Industrie besucht.

04. Juni 2012

Einspruch: Pflanzliche Quellen reichen aus

 Von Andreas Schneider
Andreas Schneider, Geschäftsstelle des Vegetarierbunds Deutschland Foto: Privat

Andreas Schneider von der Geschäftsstelle des Vegetarierbunds Deutschland würde die Einführung von Kunstfleisch begrüßen. Selbst essen mag er es aber nicht.

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Stellungnahme zum Interview mit Mark Post über Fleisch aus dem Labor:

Jeden Tag sterben laut dem World Food Programme der Vereinten Nationen 24.000 Menschen an den Folgen des Hungers. Gleichzeitig werden beträchtliche Mengen der weltweit erzeugten Getreide- und Sojaernte als Futter für Masttiere aufgebracht. Die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Erzeugnissen verusacht mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor.

Entsprechend positiv wirkt sich eine pflanzliche Ernährung auf das Klima aus. Doch nicht alle Menschen sind bereit, weniger oder gar kein Fleisch mehr zu essen, obgleich der Trend zur vegetarischen Ernährung unverkennbar ist. Unter diesem Gesichtspunkt würde ich die Einführung von Kunstfleisch begrüßen.

Würde ich es selbst essen? Wohl eher nein. Seit mehr als 10 Jahren ernähre ich mich vegan und vermisse nichts. Bereits heute gibt es wohlschmeckende Alternativen zu Fleisch, die auf der Basis von Soja, Tofu oder Weizeneiweiß hergestellt werden. Alles, was wir für ein gesundes Leben benötigen, erhalten wir auch aus pflanzlichen Quellen. Für jene, die auf Fleisch nicht verzichten möchten, kann sich Kunstfleisch in Zukunft zu einer klima- und umweltfreundlichen Alternative entwickeln.

 

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