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04. Januar 2016

Flüchtlinge im Main-Taunus: Flüchtlingsheime: Zutritt nur mit Ausweis

 Von 
Flüchtlinge (Symbolfoto).  Foto: dpa

Wer als Helfer in ein Flüchtlingsheim will, braucht künftig einen Ausweis. Dieser ist nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig.

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"Integration“ ist der Titel einer 30 Seiten starken Informationsbroschüre, die der Main-Taunus-Kreis für Ehrenamtliche in der Asylbetreuung herausgegeben hat. „Der Kreis fördert und unterstützt ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit weiterhin nach Kräften. Unser Dank gilt den Ehrenamtlichen, die sich in vielfältiger Weise für die Flüchtlinge einsetzen. Um ihnen diesen Einsatz zu erleichtern, haben wir den Leitfaden auf den Weg gebracht“, so Sozialdezernent und Kreisbeigeordneter Johannes Baron (FDP).

Die Broschüre setzt sich zunächst mit dem Flüchtlingsbegriff und dem rechtlichen Status der betroffenen Personen auseinander. Eine Übersicht über die sozialen Leistungen und die Grundlagen der medizinischen Versorgung für Flüchtlinge schließt sich an. Ein weiteres Themenfeld befasst sich mit den Punkten Beschäftigung, Arbeitsgelegenheit und Ausbildung. Wissenswertes über Regelungen in den Unterkünften, zu Deutschkursen sowie zum Bereich Kindertagesstätte und Schule wird ebenfalls vermittelt.

Organisation auf einen Blick

In einem weiteren Kapitel der Broschüre wird modellhaft dargestellt, wie die ehrenamtliche Asylarbeit im Main-Taunus-Kreis organisiert ist. Ergänzend hierzu werden Angaben zu den Koordinatoren der Flüchtlings- beziehungsweise Asylkreise bei den Kommunen aufgelistet. Der letzte Abschnitt des Leitfadens klärt die Zuständigkeiten im Kreis, führt die verantwortlichen Ämter der Kreisverwaltung auf und informiert über die Sprechzeiten der Sozialarbeiter.

Für die Ehrenamtlichen in der Asylbetreuung wird der Main-Taunus-Kreis in Zusammenarbeit mit allen Städten und Gemeinden darüber hinaus ab sofort besondere Ausweise ausstellen. Mit diesem Dokument, das nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig sein wird, können sich die Helfer in den Gemeinschaftsunterkünften und gegenüber den Flüchtlingen als autorisierte Personen ausweisen.

Diese Maßnahme wurde einerseits ergriffen, weil in der Vergangenheit mitunter Personen die Unterkünfte betraten, deren Absichten nicht immer nachvollziehbar waren.

Andererseits ermöglichen die Ausweise eine Übersicht darüber, wer sich tatsächlich als Helfer betätigt. So werden alle Personen mit entsprechendem Ausweis sowohl bei den Kommunen als auch beim Kreis auf einer Liste geführt. Die Ehrenamtlichen müssen vor der Ausübung ihrer Hilfsdienste ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und sind dann im Rahmen ihrer Tätigkeit versichert.

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