Aktuell: Zuwanderung Rhein-Main | Fotostrecken | Polizeimeldungen
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Zuwanderung in Rhein-Main
Auch in Frankfurt und Rhein-Main stranden viele Frauen und Männer - oft nach einer langen und gefährlichen Flucht. Viele Einheimische unterstützen die neuen Nachbarn.

12. Februar 2016

Flüchtlinge in Frankfurt: Mehr Geld für Flüchtlingshilfe

 Von 
Flüchtlinge (Symbolfoto).  Foto: dpa

Kurz vor der Kommunalwahl reagiert die Kommune auch auf den anhaltenden Zustrom von flüchtenden Menschen. Die Zuschüsse freier sozialer Träger wachsen.

Drucken per Mail

Mit einer erheblichen Kraftanstrengung stärkt die schwarz-grüne Römer-Koalition die soziale Infrastruktur der Stadt. Kurz vor der Kommunalwahl am 6. März reagiert die Kommune auch auf den anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen. Das Jugend- und Sozialamt erhält 92 neue Stellen – davon kommen 69 der Flüchtlingshilfe zugute.

Diese Aufstockung wird mit einem städtischen Nachtragshaushalt verwirklicht. Er soll noch vor den Sommerferien im Stadtparlament beschlossen werden, wenn es nach CDU und Grünen geht. Zwar liegt dazwischen eben die Kommunalwahl, die neue politische Mehrheiten bringen könnte. Aber auch die Sozialdemokraten werden sich dieser Initiative kaum verweigern.

Kämmerer Uwe Becker (CDU) und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) vereinbarten außerdem, dass es auch im Stellenplan des Jahres 2017 weitere neue Arbeitsplätze geben müsse, „um die Integration der Flüchtlinge zu unterstützen“. Ihre endgültige Zahl soll noch festgelegt werden. Zugleich wird auch die städtische Finanzierung von Jugend- und Altenhilfe verbessert.

Die Jugendhilfe erhält 1,5 Millionen Euro zusätzlich im Jahr. Träger der Altenhilfe und Wohlfahrtspflege bekommen eine Million Euro zusätzlich im Jahr an Zuschüssen.

Die allgemeinen Zuschussmittel im Jugend- und Sozialbereich werden um 700 000 Euro aufgestockt. Der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe erhält für betreute Wohnanlagen 500 000 Euro zusätzlich im Jahr. „Auch in der wachsenden Stadt soll niemand zurückgelassen werden“, sagten Becker und Birkenfeld.

Gutes und richtiges Signal

Die Beschlüsse werden von den Grünen ebenfalls mitgetragen. Manuel Stock, der Fraktionsvorsitzende im Römer, sprach gegenüber der FR von einem „guten und richtigen Signal“. Es müsse verhindert werden, dass die soziale Infrastruktur der Stadt ausblute. Die Kommune reagiere auf den Zustrom der Flüchtlinge, aber auch auf die Tariferhöhungen für die Mitarbeiter freier sozialer Träger.

Die Entscheidungen sind ein politischer Erfolg für Sozialdezernentin Birkenfeld. Über die schwarz-grüne Koalition hinaus wird im Römer anerkannt, dass sie die Herausforderung des Flüchtlingszustroms gut und ohne Querelen meistert. Birkenfeld und Becker sprachen von einem „beispiellosen Kraftakt“ des Jugend- und Sozialamtes, mit dem die Herausforderungen des Jahres 2015 geschultert worden seien.

Mit den neuen Stellen solle die Arbeitssituation dort spürbar entlastet werden.

[ Lesen Sie jetzt das EM-Spezial der FR - digital oder gedruckt sechs Wochen lang ab 27,30 Euro. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

Anzeige

Dossier

Flucht und Zuwanderung



Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Terror, viele sterben auf dem Weg nach Europa. Dort steht die Politik vor Herausforderungen. Wenige protestieren, viele Menschen helfen.

Dossier-Übersicht - alles auf einen Blick
Kommentare und Leitartikel - Meinung der FR
Zuwanderung in Rhein-Main - Lage vor Ort

Asyl-Quoten

Verteilung der Asylsuchenden auf die Bundesländer nach dem "Königsteiner Schlüssel"

Daten: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Stand: 2015, Karte: Monika Gemmer

Videonachrichten Flucht und Zuwanderung
Zuwanderung

Seit 2007 sind Rumänien und Bulgarien Mitglieder der Europäischen Union. Seitdem kommen immer mehr Bulgaren und Rumänen nach Deutschland, meist auf der Suche nach Arbeit. Einige Zahlen.

Frankfurt

In der Kirchengemeinde Cantate Domino in der Frankfurter Nordweststadt leben aus Westafrika stammende Flüchtlinge. Vier von ihnen erzählen hier kurz ihre Geschichte.