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Zuwanderung in Rhein-Main
Auch in Frankfurt und Rhein-Main stranden viele Frauen und Männer - oft nach einer langen und gefährlichen Flucht. Viele Einheimische unterstützen die neuen Nachbarn.

10. Februar 2016

Main-Taunus: Schwalbach hilft Kriftel bei Flüchtlingen

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Kriftel will Asylbewerber in 30 Mobile Homes unterbringen, die aber noch nicht zur Verfügung stehen. Schwalbach übernimmt daher nun Flüchtlinge, die eigentlich nach Kriftel sollten.

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Schwalbach wird am 15. Februar die Flüchtlinge aufnehmen, die eigentlich in Kriftel untergebracht werden sollten. Dies teilte Erster Beigeordneter Franz Jirasek (parteilos) mit. Der Grund: Durch den starken Regen in den vergangenen Tagen haben sich die Bauarbeiten auf dem Gelände in der Hofheimer Straße verzögert.

Jirasek und Kriftels Bürgermeister Christian Seitz (CDU) sind der Schwalbacher Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) dankbar für die unkomplizierte Hilfe. „Schwalbach verfügt mit dem Atrium über ein voll eingerichtetes Gebäude, das kurzfristig für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet werden konnte“, sagte Jirasek.

Kriftel hingegen will die Asylbewerber in 30 Mobile Homes unterbringen, die auf einem Gelände neben dem Sportplatz des SV 07 stehen sollen. Das rund 4000 Quadratmeter große Gelände muss jedoch erst geschottert werden, Wasser- und Stromleitungen müssen gelegt und die Mobilhomes einzeln angeschlossen werden. Der Kreis hatte die Frist schon zweimal verlängert. Jirasek ist zuversichtlich, dass die Mobile Homes, in denen je vier Personen wohnen können, bis zum 22. Februar bezugsfertig sind. Die jetzt in Schwalbach untergebrachten Asylbewerber werden dann jedoch nicht noch einmal umziehen müssen.

Laut Jirasek ist das Budget von 950 000 Euro, das für die Bereitstellung der Unterkünfte eingeplant war, schon so gut wie erschöpft: „Das Projekt wird vielleicht sogar noch 20 000 Euro mehr kosten.“

Heute sollen die ersten Mobile Homes auf das Gelände an der Hofheimer Straße gebracht werden. Auch die sechs Container, in denen Gemeinschaftsunterkünfte und Wasch- und Trockenräume eingerichtet werden, sollen heute geliefert werden. Kriftel rechnet damit, dass am 22. Februar 70 bis 80 Asylbewerber in die Gemeinde kommen werden.

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